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EES meldet fast 7.000 Personen mit Schengen-Überschreitung; Frankreich warnt Langzeit-Touristen

Mai 23, 2026
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EES meldet fast 7.000 Personen mit Schengen-Überschreitung; Frankreich warnt Langzeit-Touristen
Euro Weekly News berichtete am 22. Mai, dass das EU-Einreise-/Ausreisesystem seit seiner Einführung im Oktober 2025 bereits fast 7.000 Nicht-EU-Bürger wegen vorheriger Überschreitungen der Aufenthaltsdauer die Einreise verweigert hat. Französische Grenzbeamte melden einen starken Anstieg von Verstößen gegen die „90/180-Tage“-Regel, insbesondere bei britischen Zweitwohnungsbesitzern und Remote-Arbeitern, die ihre Schengen-Tage falsch berechnen. Da Frankreich die größte Gemeinschaft britischer Immobilienbesitzer auf dem Kontinent beherbergt, bereitet Paris für den Sommer eine Informationskampagne an Häfen, Flughäfen und Immobilienmessen vor, um die rollierende Zählweise zu erklären. Beamte erklärten der Zeitung, dass manche Reisende fälschlicherweise glauben, eine kurze Reise in die Schweiz oder nach Jersey setze die Frist zurück – tatsächlich berechnet die EES-Software anhand biometrischer Daten die Aufenthaltsdauer im gesamten Schengen-Raum. Die Daten der Kommission zeigen eine Beschleunigung der Einreiseverweigerungen: Etwa 4.000 Fälle wurden in den ersten vier Monaten registriert, weitere 3.000 in den folgenden zwei Monaten. Französische Präfekturen warnen, dass Überzieher, denen die Wiedereinreise verweigert wird, auch mit einem mehrjährigen Schengen-Einreiseverbot rechnen müssen, was zukünftige Geschäftsreisen oder Immobilienpflege erschwert. Arbeitgeber mit in Großbritannien ansässigen Mitarbeitern, die häufig zu kurzen Einsätzen nach Frankreich reisen, sollten die individuellen Tageszählungen genau verfolgen und bei kumulierten Aufenthalten von über 90 Tagen langfristige Visa (Passeport Talent oder VLS-Visiteur) in Betracht ziehen. Unternehmen wird zudem empfohlen, Reisende über den Unterschied zwischen dem EES-Datensatz und der geplanten ETIAS-Reisegenehmigung, die Ende 2026 eingeführt wird, aufzuklären.
Quelle: Euro Weekly News

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