
Eine eintägige Messe für Wintersport und Schneereisen in Sydney am 24. Mai zog zahlreiche Besucher zum chinesischen Pavillon, was verdeutlicht, wie die visafreien Regelungen des Festlands die Urlaubsplanung der Australier verändern. Über 70 internationale Resorts präsentierten ihre Angebote, doch die Veranstalter berichteten, dass die Anfragen zu Skigebieten im Nordosten und Nordwesten Chinas im Vergleich zum Vorjahr doppelt so hoch waren – angetrieben durch Mundpropaganda über erleichterte Einreisebestimmungen und verbesserte Infrastruktur nach den Olympischen Winterspielen 2022 in Peking. Ian Lu, Direktor von Ski China, sagte gegenüber China Daily, dass das Interesse an Resorts wie Changbaishan, Yabuli und Altay „explodiert“ sei, seit Peking Australien und Neuseeland Ende 2025 in die Liste der 30-tägigen visafreien Länder aufgenommen hat. „Familien können jetzt mit nur drei Wochen Vorlaufzeit eine zehntägige Pulverschnee-Reise planen, ohne sich um lange Konsulatswarteschlangen sorgen zu müssen“, so Lu. Phil Osborn, Produzent der Messe, ergänzte, dass Chinas kulturelle Zusatzangebote – Tagesausflüge zur Großen Mauer, Thermalquellen-Touren und kulinarische Erlebnisse in Xinjiang – das Land von traditionellen Skiangeboten aus Japan oder Nordamerika abheben. Chinesische Vertreter auf der Veranstaltung warben zudem für Hochgeschwindigkeitszugverbindungen von Peking und Harbin, englischsprachige Skischulen sowie eine neue landesweite digitale Ankunftskarte, die die Einreiseformalitäten an den Flughäfen Peking Capital und Shanghai Pudong auf unter 15 Minuten verkürzt. Experten aus dem Bereich Tourismusökonomie weisen darauf hin, dass Australien etwa eine Million aktive Wintersportler zählt; schon eine fünfprozentige Verlagerung der Reisenden nach China könnte den lokalen Resort-Regionen pro Saison rund zwei Milliarden RMB (280 Millionen US-Dollar) an Einnahmen bringen. Für Reiseveranstalter bedeutet das, dass China sich als attraktives Ziel für Incentive-Reisen und Konferenzen im südlichen Winter etabliert, wobei die Skipasspreise meist 30 bis 40 Prozent unter denen vergleichbarer europäischer Skigebiete liegen. Betreiber warnen jedoch, dass Besucher weiterhin eine spezielle Wintersportversicherung benötigen, die von chinesischen Krankenhäusern anerkannt wird, und Hochgeschwindigkeitszugtickets im Voraus buchen sollten, da diese an stark frequentierten Freitagabenden schnell ausverkauft sind.
Quelle: China Daily
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