
Während das lange Feiertagswochenende zu Ende geht, geraten die Verkehrssysteme in den USA unter dem stärksten Memorial-Day-Reiseverkehr aller Zeiten zunehmend unter Druck. Die neueste Prognose der AAA, die am Montagmorgen in regionalen Berichten hervorgehoben wurde, geht davon aus, dass zwischen dem 21. und 25. Mai fast 45 Millionen Amerikaner mindestens 80 Kilometer von zu Hause entfernt unterwegs sind – ein Anstieg von 2 Prozent gegenüber 2025. Die Behörde warnt, dass der Zeitraum zwischen 12 und 17 Uhr am Montag, dem 25. Mai, für Heimkehrer am stärksten überlastet sein wird, insbesondere auf den Autobahnen, die in große Metropolregionen führen. Erste Daten von INRIX zeigen, dass der ausgehende Verkehr in der Nähe von Chicago und Atlanta am Donnerstag und Freitag bereits 30 bis 40 Prozent über dem üblichen Volumen lag; die Rückfahrten werden voraussichtlich diese Spitzenwerte erreichen oder übertreffen. Auch die Flughäfen stehen unter ähnlichem Druck. Die Transportation Security Administration meldete allein am Freitag die Kontrolle von mehr als 2,9 Millionen Passagieren – der bisher verkehrsreichste Reisetag in diesem Jahr –, während wetterbedingte Bodensperren an den Flughäfen New York LaGuardia und Dallas-Fort Worth landesweite Verspätungen verursachten. Fluggesellschaften raten den Passagieren, mindestens drei Stunden vor Abflug anzureisen und flexible Umbuchungsoptionen einzuplanen. Erschwerend kommt ein langsam ziehendes Sturmsystem hinzu, das große Teile des Mittleren Westens, Südostens und der Mid-Atlantic-Region durchnässt, was die Gefahr von Sturzfluten auf den Straßen erhöht und örtlich zu Sichtbehinderungen im Flugverkehr führt. In Wisconsin, wo die AAA mit über 830.000 Urlaubern rechnet, haben Verkehrsbehörden Warnungen für überflutete Abschnitte auf der I-94 und der Highway 41 ausgegeben. Ähnliche Hinweise gelten für Teile von Texas, Georgia und die Megalopolis im Nordosten. Für Geschäftsreisende und Entsandte, deren Zeitpläne mit dem Feiertagsansturm kollidieren, empfehlen Mobilitätsmanager, Abreisen auf Montagabend oder Dienstagmorgen zu verschieben, Flug-Apps auf Gate-Änderungen zu überwachen und Echtzeit-Verkehrsdaten zu nutzen, um die Routen am Boden anzupassen. Die Rekordnachfrage gibt einen Vorgeschmack auf die Hochsaison im Sommer und legt nahe, dass Firmenreiseplaner größere Zeitpuffer einplanen und Termine außerhalb der Spitzenzeiten bis August prüfen sollten.
Quelle: WSAW-TV