
Die Public Health Agency of Canada (PHAC) verteidigt entschieden die neuen Grenzmaßnahmen, die den Großteil der ausländischen Staatsangehörigen aus der Demokratischen Republik Kongo (DRK), Uganda und Südsudan ausschließen und eine 21-tägige Quarantäne für alle – Bürger wie Besucher – vorschreiben, die kürzlich in diesen Ländern waren. Die am 27. Mai angekündigten und am 28. Mai präzisierten Einschränkungen gelten mindestens bis zum 29. August 2026. PHAC-Vertreter erklärten gegenüber Journalisten, dass diese Vorsichtsmaßnahmen notwendig seien, da Gesundheitsfachkräfte versuchen, einen seltenen Ebola-Ausbruch des Bundibugyo-Stamms in der Provinz Ituri, DRK, einzudämmen. Kanada, die USA und Mexiko haben identische Regeln koordiniert, um Import-Risiken vor Großveranstaltungen wie der FIFA-Weltmeisterschaft zu minimieren. Kritiker, darunter Infektionskrankheitsexperten und die Weltgesundheitsorganisation, bemängeln, dass umfassende Reiseverbote wissenschaftlich nicht gerechtfertigt seien, die Bekämpfung des Ausbruchs erschweren und ganze Regionen stigmatisieren könnten. Dennoch hat IRCC die endgültigen Entscheidungen zu Einwanderungs- und Visaanträgen aus den drei Ländern für mindestens 90 Tage ausgesetzt, was Studierende, Arbeitskräfte und Familienzusammenführungen betrifft. Für globale Mobilitätsteams stellen die Maßnahmen eine unmittelbare Herausforderung für die Einhaltung der Vorschriften dar. Mitarbeitende oder Auftragnehmer, die durch die betroffenen Regionen gereist sind, müssen von der Regierung genehmigte Isolationspläne organisieren und können mit Projektverzögerungen rechnen. Organisationen im humanitären Bereich sollten längere Zeiträume für den Einsatz kanadischer Mitarbeitender im Ausland sowie für Rückführungen einplanen. PHAC kündigt an, die Richtlinie alle 30 Tage zu überprüfen. Arbeitgeber werden geraten, ihre Fürsorgepflicht-Protokolle zu aktualisieren, die Reisedaten der Mitarbeitenden genauer zu verfolgen und gegebenenfalls Budgets für Quarantäneunterkünfte einzuplanen. Auch Reiseversicherer passen ihre Deckungsbedingungen an die neue verpflichtende Isolationsregelung an.
Quelle: CityNews / The Canadian Press