
Am 29. Mai 2026 bestätigte IRCC die Ergebnisse der Express Entry-Runde 417, einer ausschließlich für die Canadian Experience Class (CEC) am 27. Mai durchgeführten Auslosung. Das Ministerium vergab 3.000 Einladungen zur Antragstellung (ITA) an Kandidaten mit kanadischer Berufserfahrung und setzte mit einem CRS-Schnitt von 518 einen sehr hohen Grenzwert – der höchste für eine CEC-Runde in diesem Jahr. Die Auslosung setzt den Trend von IRCC im Jahr 2026 fort, inländische Talente zu bevorzugen: Neun der bisher 29 Runden richteten sich gezielt an CEC-Kandidaten, elf fokussierten sich auf Provinznominierungen, was zusammen fast zwei Drittel aller ausgestellten Einladungen ausmacht. Offizielle betonen, dass die Priorisierung von Bewerbern, die bereits in Kanada leben und arbeiten, die Bindung an das Land stärkt und die Integrationskosten senkt – ein Ansatz, der bei Arbeitgebern mit chronischem Fachkräftemangel auf Zustimmung stößt. Für multinationale Unternehmen signalisiert das Ergebnis, dass temporäre ausländische Arbeitskräfte und kürzlich graduierte Personen mit gültigen Arbeitserlaubnissen weiterhin gute Chancen auf eine dauerhafte Aufenthaltsgenehmigung haben. Mobility-Teams sollten Mitarbeiter beraten, wie schon kleine Verbesserungen im CRS – etwa durch ein aktuelles Sprachtestergebnis – über Erfolg oder Misserfolg in den zunehmend wettbewerbsintensiven CEC-Auslosungen entscheiden können. Mit Ablauf des 60-tägigen Antragsfensters am 26. Juli 2026 müssen Eingeladene Polizeiliches Führungszeugnis, Nachweise über finanzielle Mittel (sofern erforderlich) und detaillierte Arbeitsbescheinigungen vorlegen. Wer die Grenze von 518 Punkten verpasst hat, sollte die Optionen der Provinznominierung oder bevorstehende kategoriespezifische Auslosungen für Bereiche wie Gesundheit, Handwerk und MINT im Auge behalten. Angesichts steigender CRS-Schwellenwerte könnten Arbeitgeber auch employer-driven Einwanderungsprogramme prüfen, die zusätzliche Punkte oder Nominierungszertifikate bieten. Wichtig für die Personalplanung in den kommenden Monaten ist zudem, dass Kandidaten ihren Status durch LMIA-Verlängerungen oder überbrückende offene Arbeitserlaubnisse aufrechterhalten.
Quelle: ImmigToronto