
Das italienische Zivilschutzamt hat für acht Regionen in Mittel- und Norditalien eine Wetterwarnung der Stufe Gelb (gewöhnlich) herausgegeben, nachdem seit dem 1. Juni eine Reihe von atlantischen Fronten über die Halbinsel gezogen ist. Laut ANSA werden in der Nacht in der Lombardei, Venetien, Friaul-Julisch Venetien, Teilen von Piemont und Emilia-Romagna sowie weiter südlich in Umbrien und Abruzzen starke Regenfälle und Gewitter erwartet. Obwohl die Warnstufe die zweittiefste von vier ist, zeigen frühere Erfahrungen, dass heftige Platzregen schnell Verkehrswege wie die A1 Autostrada del Sole bei Bologna und die Hochgeschwindigkeitsstrecke Mailand–Venedig lahmlegen können. Die Flughäfen Mailand-Linate und Venedig-Marco Polo haben bereits mögliche Einschränkungen bei Abflugzeiten angekündigt und raten Reisenden, frühzeitig anzureisen. Geschäftsreisende sollten sich auf kurzfristige Gleisänderungen an Regionalbahnhöfen einstellen, gedruckte Tickets mitführen (da während Gewittern häufig Mobilfunkausfälle auftreten) und die Apps von Trenitalia und Italo im Blick behalten. Arbeitgeber sollten ihre Mitarbeiter zudem an die strengen Fahrregeln bei Nässe erinnern – Aquaplaning-Unfälle führen oft zu Autobahnsperrungen und hohen Bußgeldern, wenn die Reifenprofiltiefe unter dem gesetzlichen Minimum liegt. Für den 2. Juni, den Feiertag zum Tag der Republik, erwarten Meteorologen eine zweite, stärkere Front, die über die Alpen zieht und die Rückreisewelle am langen Wochenende zusätzlich beeinträchtigen könnte. Teams im Bereich globale Mobilität könnten daher für den 3. Juni Homeoffice für Mitarbeiter genehmigen, die durch die betroffenen Gebiete reisen müssen.
Quelle: ANSA