
Die belgische Bundesregierung hat am 2. Juni 2026 ein neues Dekret vorgestellt, das Nicht-EU-Studierende verpflichtet, jedes Jahr zufriedenstellende Studienleistungen nachzuweisen, andernfalls droht der Verlust der Aufenthaltserlaubnis. Ab dem Studienjahr 2026/27 müssen Studierende mindestens 45 ECTS-Punkte oder die entsprechende Bestehensnote der jeweiligen Einrichtung erreichen, um ihr Visum zu verlängern. Wer diese Anforderungen nicht erfüllt, erhält zunächst eine Verwarnung; bei wiederholtem Versagen ist die Ausreise innerhalb von 30 Tagen verpflichtend.
Migrationsministerin Anneleen Van Bossuyt bezeichnete die Maßnahme als Teil einer umfassenderen „Neuausrichtung“ der Migrationspolitik: „Belgien heißt Talente willkommen, nicht Missbrauch. Ehrliche Studierende, die fleißig lernen, haben nichts zu befürchten, aber die Drehtür schließt sich für diejenigen, die sich einschreiben, nie zum Unterricht erscheinen und illegal arbeiten.“ Regierungsdaten zeigen, dass 2025 fast 14.000 Erstanträge auf ein Studienvisum gestellt wurden, wobei betrügerische Einschreibungen vor allem an nicht akkreditierten Privathochschulen konzentriert sind.
Die Hochschulen sind gespalten: Der Vorstand der KU Leuven unterstützt die Verschärfung und verweist auf steigende Abbruchquoten bei Drittstaatsangehörigen, während die Université libre de Bruxelles warnt, dass die Regelung Spitzenforscher aus Schwellenländern abschrecken könnte, die manchmal mehr als ein Jahr benötigen, um sich sprachlich anzupassen. Personalabteilungen multinationaler Forschungszentren sehen praktische Auswirkungen: Geförderte Doktoranden müssen künftig intensiver überwacht werden, und ein Visumsverlust könnte langfristige Forschungsprojekte gefährden.
Das Dekret erhöht zudem die monatliche Einkommensgrenze von 835 auf 1.062 Euro und beendet den Anspruch ausländischer Studierender auf Kinderbeihilfen in der Region Brüssel-Hauptstadt – Änderungen, die jährlich Einsparungen von rund 18 Millionen Euro erwarten lassen. Migrationsanwälte raten den Mobility-Managern in Unternehmen, Stipendienpakete zu überprüfen und Entsendeschreiben an die neuen Kosten anzupassen. Die Ausländerbehörde wird nächste Woche Umsetzungshinweise veröffentlichen.
Die Hochschulen müssen die Studienleistungen der Studierenden ab dem 1. August jedes Jahres elektronisch übermitteln, was mit Belgiens schrittweiser Umstellung auf ein vollständig digitales Aufenthaltsmanagement im Rahmen des kommenden EU-Einreise- und Ausreisesystems einhergeht.
Migrationsministerin Anneleen Van Bossuyt bezeichnete die Maßnahme als Teil einer umfassenderen „Neuausrichtung“ der Migrationspolitik: „Belgien heißt Talente willkommen, nicht Missbrauch. Ehrliche Studierende, die fleißig lernen, haben nichts zu befürchten, aber die Drehtür schließt sich für diejenigen, die sich einschreiben, nie zum Unterricht erscheinen und illegal arbeiten.“ Regierungsdaten zeigen, dass 2025 fast 14.000 Erstanträge auf ein Studienvisum gestellt wurden, wobei betrügerische Einschreibungen vor allem an nicht akkreditierten Privathochschulen konzentriert sind.
Die Hochschulen sind gespalten: Der Vorstand der KU Leuven unterstützt die Verschärfung und verweist auf steigende Abbruchquoten bei Drittstaatsangehörigen, während die Université libre de Bruxelles warnt, dass die Regelung Spitzenforscher aus Schwellenländern abschrecken könnte, die manchmal mehr als ein Jahr benötigen, um sich sprachlich anzupassen. Personalabteilungen multinationaler Forschungszentren sehen praktische Auswirkungen: Geförderte Doktoranden müssen künftig intensiver überwacht werden, und ein Visumsverlust könnte langfristige Forschungsprojekte gefährden.
Das Dekret erhöht zudem die monatliche Einkommensgrenze von 835 auf 1.062 Euro und beendet den Anspruch ausländischer Studierender auf Kinderbeihilfen in der Region Brüssel-Hauptstadt – Änderungen, die jährlich Einsparungen von rund 18 Millionen Euro erwarten lassen. Migrationsanwälte raten den Mobility-Managern in Unternehmen, Stipendienpakete zu überprüfen und Entsendeschreiben an die neuen Kosten anzupassen. Die Ausländerbehörde wird nächste Woche Umsetzungshinweise veröffentlichen.
Die Hochschulen müssen die Studienleistungen der Studierenden ab dem 1. August jedes Jahres elektronisch übermitteln, was mit Belgiens schrittweiser Umstellung auf ein vollständig digitales Aufenthaltsmanagement im Rahmen des kommenden EU-Einreise- und Ausreisesystems einhergeht.
Quelle: The Brussels Times / Belga
Wie VisaHQ helfen kann
VisaHQ vereinfacht die Visumbeantragung für Privatpersonen und Unternehmen. Prüfen Sie die aktuellen Reisebestimmungen, bereiten Sie die erforderlichen Unterlagen vor und verwalten Sie Ihren Antrag online über das VisaHQ-Portal für Belgien.Mehr von Belgien
Alle anzeigen
Unerwarteter Streik der Fluglotsen legt belgischen Luftraum lahm und lähmt Geschäftsreisen
Europäische Kommission fordert Ende der internen Schengen-Grenzkontrollen und drängt Belgiens Nachbarländer dazu