
Eine am 12. Juni veröffentlichte japanischsprachige Information erinnert Reisende daran, dass das spanische Ein- und Ausreisesystem (EES) bereits in Betrieb ist – bei der ersten Einreise werden Fingerabdrücke und Gesichtsscans erfasst. Die lang erwartete elektronische Reisegenehmigung ETIAS wird jedoch erst im vierten Quartal 2026 starten und ist erst ab Frühjahr 2027 verbindlich. Diese Klarstellung erfolgt nach einer Welle von inoffiziellen Webseiten, die überhöhte Gebühren für „frühzeitige ETIAS-Anträge“ verlangen. Spanische Behörden betonen, dass in diesem Sommer keine Vorabmaßnahmen erforderlich sind, außer einem Reisepass, der mindestens drei Monate über das geplante Ausreisedatum hinaus gültig ist. Laut Aena-Daten verlängert die EES-Abwicklung die Bearbeitungszeit für Nicht-EU-Passagiere um 5 bis 10 Minuten, Wiederkehrer sind schneller, da die biometrischen Daten drei Jahre gespeichert werden. Fluggesellschaften empfehlen längere Umsteigezeiten in Madrid und Barcelona, bis das System vollständig etabliert ist. Für globale Mobilitätsteams ist die wichtigste Botschaft, Reisende darauf vorzubereiten, mehr Zeit bei der Einreise einzuplanen und Angebote von Drittanbietern für ETIAS-Anträge zu ignorieren, bis das offizielle EU-Portal (Gebühr: 20 €) online geht. Unternehmen sollten zudem sicherstellen, dass die Reisepässe ihrer Mitarbeiter innerhalb der letzten zehn Jahre ausgestellt wurden, da sonst die Einreise trotz ETIAS verweigert werden kann, sobald das System aktiv ist.
Quelle: Spain-Press & EU ETIAS Portal