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Neuer Leitfaden erklärt Spaniens Grenzverfahren nach dem EES und bestätigt: ETIAS noch nicht erforderlich

Juni 13, 2026
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Neuer Leitfaden erklärt Spaniens Grenzverfahren nach dem EES und bestätigt: ETIAS noch nicht erforderlich
Das japanischsprachige Portal Spain-Press hat einen Reiseführer veröffentlicht, der zwei Monate nach der vollständigen Einführung des EU-Ein- und Ausreisesystems (EES) erklärt, wie Spanien dieses System anwendet. Der Artikel vom 12. Juni führt die Leser durch den nun für Nicht-EU-Bürger bei der ersten Einreise in den Schengen-Raum verpflichtenden Prozess der Fingerabdruck- und Gesichtserfassung. Laut dem Guide haben die verkehrsreichsten Flughäfen Spaniens – Madrid-Barajas, Barcelona-El Prat und Málaga-Costa del Sol – jeweils über 250 biometrische Terminals installiert, um der Sommernachfrage gerecht zu werden. Die durchschnittliche Erstregistrierung dauert 74 Sekunden; bei Folgeeinreisen soll die Zeit laut Flughafenbetreiber Aena auf unter 20 Sekunden sinken, sobald die Daten in der zentralen Datenbank gespeichert sind.

Für Reiseleiter besonders wichtig: Der Artikel bestätigt, dass das separate EU-Reisegenehmigungssystem ETIAS frühestens Ende 2026 eingeführt wird. Reisende müssen daher „keine sofortigen Maßnahmen“ ergreifen, außer die Gültigkeit ihres Reisepasses zu überprüfen. Die Verwechslung von EES und ETIAS hat eine Vielzahl inoffizieller Websites hervorgebracht, die Gebühren für nicht existierende Registrierungen verlangen.

Neuer Leitfaden erklärt Spaniens Grenzverfahren nach dem EES und bestätigt: ETIAS noch nicht erforderlich


Der Guide gibt zudem praktische Tipps: Finger trocken halten, um Scanfehler zu vermeiden, vor der Gesichtserfassung die Brille abnehmen und einen Stift mitführen, um die Kontaktverfolgungsformulare der Fluggesellschaften auszufüllen, da die Terminals keine Quittungen ausdrucken. Spain-Press zitiert eine in Tokio ansässige Reiseveranstalterin, die eine 32-köpfige Incentive-Gruppe in Madrid erfolgreich abgefertigt hat, ohne dass der Anschlussflug nach Bilbao verpasst wurde – ein Beleg dafür, dass das System auch mit Gruppenverkehr zurechtkommt.

Während der Ton des Artikels beruhigend ist, fordern sowohl die Internationale Luftverkehrsvereinigung (IATA) als auch der Flughafenverband Airports Council International Europe weiterhin „betriebliche Flexibilität“, nachdem am vergangenen Wochenende lange Warteschlangen in Alicante und Lanzarote gemeldet wurden. Sie verlangen die Erlaubnis, die Fingerabdruckerfassung bei Kindern unter 10 Jahren und älteren Passagieren während Spitzenzeiten auszusetzen – eine Ausnahme, die Spanien bislang ablehnt.
Quelle: Spain-Press

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