
Die Gewerkschaft UGT erklärte am 12. Juni, dass bei den Verhandlungen über das Straßenfracht- und Personenbusabkommen in der Valencianischen Gemeinschaft „wichtige Fortschritte“ erzielt wurden, warnte jedoch, dass am 22. Juni ein landesweiter Streik wieder aufgenommen wird, falls keine schriftlichen Garantien vorliegen. Ein zuvor angekündigter 48-stündiger Streik wurde ausgesetzt, nachdem das spanische Ministerium für Inklusion und Migration Bereitschaft signalisiert hatte, die Sozialversicherungsbeiträge für mobile Arbeitnehmer anzupassen. Verbleibende Streitpunkte sind unter anderem Zuschläge für Nachtarbeit und tägliche Ruhezeiten, die mit den EU-Mobilitätsvorschriften in Einklang stehen müssen. Der valencianische Verkehrskorridor verarbeitet einen bedeutenden Anteil der spanischen Agrarexporte und versorgt die Autofabriken in Almussafes; jegliche Arbeitsniederlegung könnte Just-in-Time-Lieferungen sowie die Verpflegung an den Flughäfen Alicante und Valencia erheblich stören. Unternehmen sollten daher Notfallkapazitäten im Transportwesen einplanen und die Ergebnisse der Gewerkschaftsversammlung in der kommenden Woche genau beobachten. Die UGT betont, dass die Geduld der Basis schwindet und wirft den Arbeitgebern vor, die Verhandlungen zu verzögern. Die Regionalregierung appelliert an beide Seiten, die Vereinbarungen vor dem Anstieg des Verkehrs in der touristischen Hochsaison abzuschließen.
Quelle: Europa Press