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Mitarbeiter von Groundforce im Bodenservice starten unbefristeten Teilstreik an Palma und elf weiteren spanischen Flughäfen

März 30, 2026
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Mitarbeiter von Groundforce im Bodenservice starten unbefristeten Teilstreik an Palma und elf weiteren spanischen Flughäfen
Spanische Flughäfen bereiten sich auf einen holprigen Start in die Osterwoche vor, nachdem die Gewerkschaften UGT, CC OO und USO einen unbefristeten Streik mit teilweisen Arbeitsniederlegungen von rund 3.000 Groundforce-Mitarbeitern angekündigt haben, davon 500 am stark frequentierten Flughafen Son Sant Joan in Palma de Mallorca. Der Streik beginnt am Montag, den 30. März, und wiederholt sich jeden Montag, Mittwoch und Freitag in drei Zeitfenstern (05:00-07:00, 11:00-17:00 und 22:00-00:00), bis das Unternehmen und die Gewerkschaften ihren erbitterten Streit über die Auslegung des Tarifvertrags und aufgeschobene Inflationsanpassungsklauseln beilegen.

Obwohl Mindestdienstvorschriften des spanischen Verkehrsministeriums Groundforce verpflichten, 70 % der geplanten Flüge in Palma und vergleichbare Quoten an anderen Standorten abzuwickeln, warnen Fluggesellschaften vor Verzögerungen bei der Gepäckabfertigung und Kettenreaktionen bei Slots, die das gesamte Aena-Netzwerk, insbesondere Madrid-Barajas und Barcelona-El Prat, beeinträchtigen könnten.

Groundforce – Teil der Globalia-Gruppe und Hauptdienstleister für die Bodenabfertigung von Air Europa – sicherte sich bei der Aena-Abfertigungsvergabe 2023 bedeutende neue Verträge, nachdem Iberia Airport Services Marktanteile verloren hatte. Die Gewerkschaften werfen dem Unternehmen vor, eine „restriktive Auslegung“ der Artikel 94 und 96 des Tarifvertrags zu nutzen, um rückwirkende Lohnerhöhungen, die an die zweistellige Inflation Spaniens von 2022 bis 2025 gekoppelt sind, zu vermeiden und den Einsatz von Teilzeitverträgen mit festen Unterbrechungen zu erhöhen. Zudem wird der Geschäftsleitung vorgeworfen, das Personal während der Hochsaison zu geteilten Schichten und übermäßigen Überstunden zu zwingen, während bereits vereinbarte Gehaltserhöhungen verweigert werden.

Mitarbeiter von Groundforce im Bodenservice starten unbefristeten Teilstreik an Palma und elf weiteren spanischen Flughäfen


Für Geschäftsreisende und Mobility-Manager ist das Timing ungünstig: Die Karwoche markiert traditionell den ersten großen Freizeitreisehöhepunkt Spaniens im Jahr, und viele internationale Teams reisen zu Quartalsabschluss-Meetings an. Mit bis zu 900 Flügen täglich in Palma und Groundforce-Präsenz in Madrid, Barcelona, Alicante, Valencia, Málaga, Bilbao, Ibiza, Las Palmas, Teneriffa, Lanzarote und Fuerteventura sollten Unternehmen mit Gepäckverzögerungen, knappen Anschlusszeiten und möglichen kurzfristigen Flugplanänderungen rechnen.

Fluggesellschaften können gemäß EU-Verordnung 261 „außergewöhnliche Umstände“ geltend machen, um Entschädigungen zu begrenzen, wenn Verspätungen innerhalb der gesetzlichen Mindestgrenzen bleiben. Unternehmen sollten daher zusätzliche Pufferzeiten einplanen und sich nicht allein auf Rückerstattungen verlassen. Praktische Tipps: Reisende sollten online einchecken, möglichst nur Handgepäck mitnehmen und Tracking-Geräte im aufgegebenen Gepäck verwenden. Mobility-Teams sollten betroffene Mitarbeiterreisen genau planen, Fast-Track-Sicherheitskontrollen vorab buchen und alternative Abfertigungsanbieter in Betracht ziehen (z. B. Iberia in Málaga, Swissport in Bilbao). Versender zeitkritischer Fracht über Groundforce-Hubs sollten Prioritätsabfertigung oder Ausweichrouten verhandeln.

Die Verhandlungen zwischen Groundforce und der Schlichtungsstelle SIMA scheiterten nach zehn Stunden am vergangenen Mittwoch. Die Gewerkschaften kündigen an, den Streik „fortzusetzen, bis das Unternehmen den Tarifvertrag einhält“, was auf eine länger andauernde Störung über die Osterzeit hinaus hindeutet, sofern das Verkehrsministerium nicht vermittelt. Ein paralleler Konflikt bei Konkurrent Menzies Aviation, der ebenfalls Verstöße gegen Lohnvereinbarungen vorgeworfen werden, könnte den Druck erhöhen, falls dort die Gespräche scheitern.

Arbeitgeber mit vielen Entsendungen oder Projektreisen nach Spanien im April sollten die Lage täglich beobachten und Reiseplanänderungen frühzeitig kommunizieren.
Quelle: Cadena SER

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