
Nur Stunden bevor die USA ihre ersten Spiele der FIFA-Weltmeisterschaft 2026 ausrichten, äußern Aktivisten in Südflorida und lokale Behörden Bedenken über den sichtbaren Einsatz von Agenten der US-Einwanderungs- und Zollbehörde (ICE) in Stadien und Fan-Zonen. In einem Interview mit CBS Miami am 12. Juni verteidigte Senator Markwayne Mullin den Einsatz mit dem breiten Aufgabenbereich von ICE – darunter Ermittlungen zu gefälschten Tickets und Anti-Menschenhandels-Operationen – räumte jedoch ein, dass Agenten bei Bedarf auch Einwanderungsfestnahmen vornehmen könnten. Das Heimatschutzministerium (DHS) betonte daraufhin, dass „internationale Besucher, die legal in die USA einreisen, nichts zu befürchten haben“. Interessenvertretungen warnen hingegen, dass eine starke Durchsetzungspolitik langjährig ansässige, aber undokumentierte Bewohner davon abhalten könnte, Spiele mit ihren Familien zu besuchen, und die lokale Wirtschaft belasten könnte. Die Debatte gewinnt an Brisanz, da mehrere Teams kurzfristige Visa-Probleme meldeten – ein Hinweis auf die heikle Verbindung zwischen Großveranstaltungen und US-Einreisebestimmungen. Die Turnierorganisatoren versprechen mehrsprachige Informationsmaterialien zu Rechten sowie ausgewiesene Rechtsberatungsstellen außerhalb der Stadien. Unternehmen, die Kunden oder Mitarbeiter einfliegen lassen, sollten Reisende über das Mitführen gültiger Ausweise, das Vermeiden von Überziehungen und die Verfügbarkeit von Rechtsbeistand informieren. Der Vorfall zeigt, dass Großveranstaltungen alltägliche Mobilitätsprobleme – von der Visaerteilung bis zur Durchsetzung vor Ort – verstärken können und dass die Wahrnehmung oft das Verhalten der Reisenden ebenso stark beeinflusst wie die offiziellen Regelungen.
Quelle: CBS Miami
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