
Mit dem heutigen Start der FIFA-Weltmeisterschaft in Los Angeles hat die Federal Aviation Administration (FAA) ihre temporären Flugbeschränkungen (TFRs) eilig angepasst, um kommerziellen Drohnenbetreibern eine fallweise Genehmigung durch das Department of Homeland Security (DHS) zu ermöglichen. Die Änderung, die am 12. Juni auf der Branchenplattform DroneXL bekannt gegeben wurde, betrifft die Sicherheitszonen von drei nautischen Meilen und 3.000 Fuß Höhe rund um alle Spielstätten in den USA sowie die Ein-Meilen-Ringe um die Team-Basenlager. Nach dem neuen Verfahren können Betreiber nach Teil 107 und Teil 135 ihre Flugpläne, den Zweck und eine 24/7-Kontaktmöglichkeit per E-Mail an drones@dhs.gov senden, um eine Freigabe zu beantragen. Das System wird zunächst in den texanischen Gastgeberstädten eingeführt und anschließend landesweit ausgerollt. Bis die aktualisierten Hinweise in den einzelnen NOTAMs für jede Spielstätte veröffentlicht sind, gelten die bisherigen Verbote, und Verstöße können mit zivilrechtlichen Strafen von bis zu 75.000 US-Dollar pro Verstoß geahndet werden. Dieser Weg ist ein Gewinn für Medienunternehmen, Vermessungsfirmen und Logistikdienstleister, deren legitime kommerzielle Einsätze durch das generelle Verbot blockiert waren. Allerdings müssen Mobilitätsmanager, die an Hospitality-Projekten zur WM arbeiten, bei der Planung von Luftbildaufnahmen mehr Vorlaufzeit einplanen und mögliche Ablehnungen von DHS-Ausnahmen einkalkulieren. Die Maßnahme unterstreicht zudem die zunehmende Integration der Drohnenverwaltung in die Sicherheitskonzepte großer Veranstaltungen. Unternehmen, die Firmen-Drohnen in Stadionnähe betreiben, sollten die Remote-ID-Vorschriften einhalten, Flugprotokolle für Audits führen und Notfallpläne für bemannte Hubschrauber bereithalten, falls Genehmigungen verzögert werden. Für Besucher und Geschäftsreisende bringt die Regel indirekte Vorteile: Die strengere Luftraumkontrolle verringert Störungen durch unerlaubte Drohnen, die Start- und Landebahnen an Flughäfen schließen und Ankunftsabläufe behindern können. Dennoch sollten Reisende an Spieltagen mit verstärkten Kontrollen rechnen und bei Anreisen mit Privatflugzeugen mehr Zeit einplanen.
Quelle: DroneXL
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