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Außenministerium startet Pilotprojekt für „Premium“-Interviews mit Gebühr von 750 US-Dollar für B-1/B-2-Besucher

Juni 14, 2026
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Außenministerium startet Pilotprojekt für „Premium“-Interviews mit Gebühr von 750 US-Dollar für B-1/B-2-Besucher
Da die Wartezeiten für Visa an vielen Konsulaten weiterhin weit über ein Jahr hinausgehen, hat das US-Außenministerium ein sechsmonatiges Pilotprojekt gestartet, das Geschäfts- und Touristenreisenden ermöglicht, sich gegen Gebühr bevorzugt behandeln zu lassen. Eine am 9. Juni veröffentlichte vorläufige Regelung – die am 13. Juni in den Medien hervorgehoben wurde – sieht eine optionale Gebühr von 750 US-Dollar vor, mit der B-1/B-2-Antragsteller an teilnehmenden Auslandsvertretungen einen Interviewtermin innerhalb von zehn Werktagen buchen können. Das Pilotprojekt läuft vom 1. Juli bis zum 31. Dezember 2026 und deckt damit die Spitzenzeiten der FIFA-Weltmeisterschaft, den 4. Juli zum 250-jährigen Jubiläum der USA sowie den Jahresendreiseverkehr ab. Antragsteller müssen weiterhin die reguläre Gebühr von 185 US-Dollar für das maschinenlesbare Visum (MRV) zahlen und das Formular DS-160 ausfüllen, bevor sie den Premium-Termin buchen können. Das Außenministerium rechnet damit, dass rund 25.700 Reisende diesen Service nutzen, was etwa 19 Millionen US-Dollar Einnahmen generieren und wertvolle Daten zur Nachfrage für künftige Kapazitätsmanagement-Tools liefern wird. Branchenverbände fordern seit langem schnellere Terminvergabeverfahren und warnen, dass lange Wartezeiten Besucherströme in Milliardenhöhe an Konkurrenzmärkte verlieren könnten. Ein Bericht der US Travel Association vom Mai prognostiziert bei anhaltenden Rückständen einen Verlust von 39 Millionen Besuchern in den nächsten zehn Jahren. Für Firmenmobilitätsteams bietet das Pilotprojekt eine Übergangslösung für Führungskräftebesuche, Betriebsstillstände und zeitkritische Kundentermine – allerdings zu hohen Kosten pro Person und ohne Garantie auf Visumerteilung. Unternehmen sollten die neue Gebühr in ihre Reisekosten einplanen, prüfen, ob die lokalen Auslandsvertretungen teilnehmen, und weiterhin gebührenfreie Eilanträge stellen, wenn humanitäre oder nationale Interessen vorliegen.
Quelle: Newswav / Migrant Times

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