
Der Flughafen Genf hat eine spezielle G7-Microsite veröffentlicht, die die besonderen Abläufe vom 13. bis 19. Juni erläutert. Die Zufahrtsstraßen auf der französischen Seite der Startbahn – normalerweise von 40 % der Passagiere genutzt – werden durch Polizeikontrollen überwacht. Die Panorama-Terrassen und der nördliche Absetzbereich sind vom 14. bis 18. Juni geschlossen. Der Flughafen empfiehlt den Passagieren, drei Stunden vor Abflug anzureisen, gedruckte Bordkarten mitzuführen und mit stichprobenartigen Fahrzeugkontrollen zu rechnen. Während Slot-Beschränkungen für offizielle Delegationen aufgehoben wurden, müssen kommerzielle Fluggesellschaften ihre Flugpläne 48 Stunden im Voraus anpassen. Bodenabfertigungsfirmen warnen vor möglichen Engpässen auf dem Vorfeld während der Ankünfte der Präsidenten, doch das Luftfahrtamt kündigt eine temporäre Koordinationsstelle an, die die Abfolge der Staatsflugzeuge so steuert, dass Verzögerungen für den regulären Flugbetrieb minimiert werden. Frachtunternehmen unterliegen verstärkter Kontrolle: Dual-Use- und Gefahrgüter benötigen nun eine 72-stündige Vorabfreigabe statt der üblichen 24 Stunden. Spediteure, die lebenswichtige Biowissenschaftsmaterialien aus Basel verlagern, wurden gebeten, wenn möglich über Zürich zu transportieren. Trotz der Einschränkungen rechnet der Flughafen nur mit einem Rückgang des Passagieraufkommens um 6 %. Die Langstreckenverbindungen werden weiter ausgebaut: Air China und China Eastern erhöhen diesen Sommer die wöchentlichen Flüge nach Peking und Shanghai, was die Widerstandsfähigkeit Genfs als Drehkreuz selbst bei Gipfel-bedingten Störungen unterstreicht. Für Reiseverantwortliche lautet die wichtigste Empfehlung, großzügigere Check-in-Zeiten einzuplanen, die Parkplatzverfügbarkeit für VIP-Fahrzeuge zu prüfen und Führungskräfte darauf hinzuweisen, dass Airside-Meet-and-Greet-Pässe kurzfristig ausgesetzt werden können.
Quelle: Genève Aéroport