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G7-Sicherheitsoperation schließt 80 % der Grenzübergänge zwischen Frankreich und der Schweiz – Pendlerverkehr stark beeinträchtigt

Juni 15, 2026
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G7-Sicherheitsoperation schließt 80 % der Grenzübergänge zwischen Frankreich und der Schweiz – Pendlerverkehr stark beeinträchtigt
Der dreitägige G7-Gipfel der Staats- und Regierungschefs, der am 15. Juni im Seeort Évian-les-Bains beginnt, verändert bereits die Mobilität auf beiden Seiten der französisch-schweizerischen Grenze. Französische und Schweizer Behörden haben 16.000 Polizisten, Gendarmen und Soldaten eingesetzt, konzentrische „blaue“ und „rote“ Sicherheitszonen eingerichtet und – am störendsten für Reisende – die Zahl der erlaubten Straßenübergänge zwischen der Haute-Savoie und dem Kanton Genf vom 12. bis 18. Juni von 35 auf nur noch sieben reduziert. QR-codierte Zugangsausweise wurden an 25.000 „unverzichtbare“ Grenzgänger ausgegeben, darunter Flughafenpersonal und Krankenhausmitarbeiter. Die Sperrungen bedeuten, dass Pendler, die sich normalerweise frei im Schengen-Raum bewegen, nun an bewachten Kontrollstellen anstehen oder weite Umwege in Kauf nehmen müssen. Logistikunternehmen berichten, dass sie Lastwagen, die nach Genf fahren, über den Mont-Blanc-Tunnel umgeleitet haben, was die Fahrzeit um bis zu zwei Stunden verlängert. Betreiber der Geschäftsfliegerei am Flughafen Genf (GVA) – dem wichtigsten Zugangspunkt für die meisten Delegationen – warnen, dass Straßenkonvois zur französischen Seeseite von Genf unter Polizeibegleitung fahren werden, was die A40-Autobahn zusätzlich verstopfen wird. Mobilitätsmanager, die für französische oder schweizerische Entsandte zuständig sind, wurden angewiesen, Meetings online abzuhalten oder nicht dringende Reisen zu verschieben. Arbeitgeber sollten zudem mit einem Anstieg der Nachfrage nach Taxis und Bahnverbindungen rechnen, da viele Beschäftigte ihr Auto stehen lassen, um Staus zu vermeiden. Französische Behörden haben stillschweigend klargemacht, dass während der Pandemie getroffene grenzüberschreitende Homeoffice-Regelungen nicht als „Präsenz“ für die Ausweisausgabe gelten, was bedeutet, dass viele hybride Mitarbeiter diese Woche von zu Hause aus arbeiten müssen. Langfristig dient der Gipfel als groß angelegte Generalprobe für die verschärften Grenzverfahren, die das neue europäische Ein- und Ausreisesystem ab Oktober dauerhaft einführen wird. Polizeiquellen berichten, dass digitale Vorabkontrollsysteme, die diese Woche getestet werden – darunter Kennzeichenerkennungskameras und mobile biometrische Geräte – bei Erfolg dauerhaft auf wichtigen Genfer Korridoren eingesetzt werden könnten. Reisende sollten derzeit mindestens 60 bis 90 Minuten zusätzliche Zeit für jede Fahrt einplanen, die die französisch-schweizerische Grenze bei Évian oder Genf überquert, einen ausgedruckten Nachweis des Reisegrundes mitführen und die Meldungen des französischen Innenministeriums sowie der kantonalen Polizei aufmerksam verfolgen, da kurzfristig Straßensperren oder Proteste auftreten können.
Quelle: Le Monde / Associated Press

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