
Der Flughafenbetreiber Aena hat einen fünfjährigen Vertrag im Wert von 16,2 Millionen Euro ausgeschrieben, um den umfassenden Umbau des Flughafens Ibiza zu realisieren, wie aus einer Mitteilung vom 22. Juni hervorgeht. Die Arbeiten werden die Anzahl der Boarding-Gates von 17 auf 32 verdoppeln, acht neue Fluggastbrücken installieren und – besonders wichtig für internationale Fluggesellschaften – einen separaten Bereich für Flüge außerhalb des Schengen-Raums schaffen. Eine zentralisierte Halle für die biometrische Passkontrolle wird die bisher verstreuten Kontrollstellen ersetzen und den balearischen Flughafen an das neue EU-Einreise-/Ausreisesystem (EES) anpassen, das noch in diesem Jahr verpflichtend wird. Die Sicherheitskontrollen für Handgepäck werden mit CT-Scannern ausgestattet, sodass Passagiere Flüssigkeiten und Laptops in ihren Taschen behalten können – eine Änderung, die die Wartezeiten in der Sommer-Hauptsaison voraussichtlich um 30 % verkürzen wird. Das Projekt verbessert zudem die Barrierefreiheit durch die Einrichtung von Ruheräumen, Hilfspunkten für mobilitätseingeschränkte Personen und größeren Aufzügen und erweitert die Gewerbeflächen, um dem erwarteten Passagieranstieg auf rund 10 Millionen im Jahr 2026 gerecht zu werden. Für Geschäftsreisende bedeutet der separate Non-Schengen-Bereich klarere Abläufe für Routen nach Großbritannien, in die USA und nach Lateinamerika, die häufig von Offshore-Energie- und Tech-Teams genutzt werden, die in Ibiza rotieren. Die Bauarbeiten werden außerhalb der Hauptsaisonzeiten durchgeführt, allerdings wurden die Fluggesellschaften auf gelegentliche Einschränkungen bei Nacht-Slots hingewiesen.
Quelle: Cadena SER