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Finnland schließt sich 10 europäischen Ländern an und fordert Brüssel auf, den Zustrom russischer Touristen zu begrenzen

Juni 24, 2026
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Finnland schließt sich 10 europäischen Ländern an und fordert Brüssel auf, den Zustrom russischer Touristen zu begrenzen
Eine Koalition von elf europäischen Ländern – darunter Finnland – hat am 23. Juni 2026 einen gemeinsamen Brief an die Europäische Kommission geschickt, in dem sie „neue restriktive und verbindliche Maßnahmen“ fordert, um Freizeitreisen russischer Staatsbürger während des anhaltenden Kriegs Russlands gegen die Ukraine einzuschränken. Die Initiative, erstmals von AFP und der belgischen Tageszeitung *The Brussels Times* berichtet, wird von Schweden angeführt und von Dänemark, Estland, Lettland, Litauen, den Niederlanden, Polen, der Tschechischen Republik, Norwegen und Island unterstützt. Die Unterzeichner argumentieren, dass fast eine halbe Million Schengen-Visa, die 2025 an Russen ausgestellt wurden, die EU-Sanktionen untergraben und Sicherheitsrisiken bergen, da aktive oder ehemalige Militärangehörige unbemerkt in den Schengen-Raum einreisen können. Der Brief fordert die Kommission auf, Screening-Mechanismen zu entwickeln, die russische Soldaten und Veteranen identifizieren und – falls nötig – die Ausstellung von Kurzzeitvisa ganz auszusetzen. Finnlands Unterstützung überrascht nicht: Helsinki hatte im Dezember 2023 seine östliche Landgrenze für nicht notwendige Reisen geschlossen, nachdem Russland der „Instrumentalisierung von Migration“ beschuldigt wurde, und verweigert seit Anfang Juni alle nicht-biometrischen russischen Pässe. Außenministerin Elina Valtonen erklärte, die jüngste Initiative „ergänze nationale Maßnahmen, indem sie einen EU-weiten Standard schafft, der Visa-Shopping verhindert und Schlupflöcher schließt.“ Tourismusunternehmen in Lappland und im Südosten befürchten, dass weitere Einschränkungen die Besucherzahlen drücken könnten, doch Wirtschaftsverbände unterstützen die Maßnahme weitgehend und weisen darauf hin, dass russische Touristenausgaben 2025 weniger als 2 % der gesamten finnischen Reiseeinnahmen ausmachten. Reiseveranstalter warnen hingegen, dass legitime Geschäftsreisende in einem umfassenderen Einfrierungsmechanismus betroffen sein könnten, und fordern von der EU klare Ausnahmen für humanitäre Zwecke und Unternehmenssponsoring. Die Kommission wird voraussichtlich vor dem Rat für Justiz und Inneres im Oktober antworten. Selbst wenn keine sofortige Regulierung folgt, sollten Mobilitätsmanager mit strengeren Sicherheitsinterviews und längeren Wartezeiten für russische Staatsbürger bei finnischen und anderen Schengen-Konsulaten rechnen.
Quelle: The Brussels Times

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