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Die japanische Botschaft in Peking erhöht ab dem 1. Juli 2026 die Visagebühren

Juni 25, 2026
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Die japanische Botschaft in Peking erhöht ab dem 1. Juli 2026 die Visagebühren
Die Botschaft Japans in China hat still und heimlich eine Mitteilung veröffentlicht, die jeden Geschäftsreisenden und Touristen betreffen wird, der diesen Sommer von China nach Japan reisen möchte. Laut der Ankündigung vom 24. Juni 2026 werden ab dem 1. Juli 2026 alle Visumanträge, die bei der Botschaft in Peking eingereicht werden, mit höheren Bearbeitungsgebühren belegt. Ein Einreisevisum (一次) steigt auf 715 CN¥, während Doppel- und Mehrfacheinreisevisa auf 1.430 CN¥ ansteigen. Die Verlängerung von Wiedereinreisegenehmigungen kostet künftig 145 CN¥. Inder profitieren von einer langjährigen bilateralen Vereinbarung, die ihre Gebühren für Ein- oder Mehrfacheinreisevisa auf nur 40 CN¥ begrenzt. Antragsteller müssen weiterhin die Servicegebühren der autorisierten Visaagenturen zahlen.

Hintergrund: Japan hat Anfang 2024 alle Kategorien chinesischer Visa wieder eingeführt, und die Nachfrage ist im Zuge der Erholung des chinesischen Auslandsreiseverkehrs nach der Pandemie stark gestiegen. Im ersten Quartal 2026 verzeichnete die Japanische Nationaltourismusorganisation 1,8 Millionen Ankünfte aus dem chinesischen Festland – bereits 68 % des Niveaus von 2019. Reisebüros berichten, dass die Termine im Pekinger Visazentrum drei Wochen im Voraus ausgebucht sind.

Die japanische Botschaft in Peking erhöht ab dem 1. Juli 2026 die Visagebühren


Warum die Erhöhung? Konsularische Quellen führen die Erhöhung auf einen schwächeren Yen und gestiegene Bearbeitungskosten zurück, Analysten weisen jedoch darauf hin, dass die japanische Gebührenordnung seit 2017 nicht mehr angepasst wurde. Selbst nach der Erhöhung bleiben japanische Visa günstiger als Schengen-Kurzzeitvisa (derzeit 80 €/ca. 640 CN¥) und deutlich günstiger als die US-amerikanische MRV-Gebühr (185 US-Dollar/ca. 1.340 CN¥).

Auswirkungen auf Unternehmen: Firmen, die häufig Personal zwischen China und Japan austauschen – insbesondere Unternehmen aus den Bereichen Halbleiter, Automobil und Life Sciences, die in Pekings Zhongguancun und Tianjin angesiedelt sind – müssen mit steigenden Mobilitätskosten rechnen. Personalabteilungen raten bereits dazu, Anträge vor dem 30. Juni einzureichen oder auf visumfreie Einreisen umzusteigen, die Japan Inhabern der APEC Business Travel Card und bestimmten Investoren mit hohem Wert gewährt.

Praktische Tipps:
• Prüfen Sie, ob Ihre autorisierte Agentur einen Termin im Juni sichern konnte, um die neuen Gebühren zu vermeiden.
• Rechnen Sie mit Warteschlangen an der Botschaftskasse vom 28. bis 30. Juni; eine Bearbeitung am selben Tag wird voraussichtlich nicht möglich sein.
• Reisende, die über Japan weiterfliegen, könnten die 72-Stunden-Visafreiheit für Fährpassagiere über Kyushu-Häfen prüfen, auch wenn Flugpläne selten die Voraussetzungen erfüllen.
Quelle: Embassy of Japan in China

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