
Ein Bundesrichter in Washington, D.C., erließ am 24. Juni eine einstweilige Verfügung, die das Department of Homeland Security (DHS) daran hindert, das Systematic Alien Verification for Entitlements (SAVE)-Programm auf Sozialversicherungs- und Wählerregistrierungsdaten auszuweiten. Die Exekutivanordnung von 2025 sah vor, dass Bundesstaaten SAVE für umfassende Überprüfungen der Wählerlisten nutzen können. Das Gericht stellte fest, dass das DHS seine gesetzliche Befugnis überschritten und die Auswirkungen auf den Datenschutz nicht ausreichend bewertet hat. Die Entscheidung schützt Millionen von Bürgern, deren Daten fälschlicherweise als nicht berechtigt markiert worden wären, und erspart rechtmäßigen Einwanderern zusätzliche Hürden bei der Beantragung von Sozialleistungen, Führerscheinen oder beruflichen Zertifikaten. Für Fachleute im Bereich globale Mobilität verhindert das Urteil Verzögerungen bei der Ausstellung von staatlichen Ausweisen oder Medicaid-Leistungen für ausländische Mitarbeiter, die aufgrund von SAVE-Warnungen zu ausstehenden Visaverlängerungen betroffen sein könnten. Personalabteilungen sollten dennoch mit verstärkten Dokumentenanforderungen einiger Bundesstaaten rechnen, bis der Rechtsstreit endgültig geklärt ist. Das DHS kann Berufung einlegen, doch Experten vermuten, dass die Behörde stattdessen engere Regelungen erlassen wird, die einer gerichtlichen Prüfung standhalten – ein Szenario, das für Akteure im Bereich Mobilität weiterhin genau beobachtet werden sollte.
Quelle: Homeland Security Today