
Am 24. Juni kündigte das brasilianische Gesundheitsministerium an, dass ab dem 3. August eine zweite Auffrischungsimpfung mit dem inaktivierten Polio-Impfstoff (VIP) in den nationalen Impfplan für alle Kinder im Alter von vier Jahren aufgenommen wird. Diese Maßnahme soll die Herdenimmunität stärken, angesichts der wiederauflebenden Zirkulation des Poliovirus in Teilen Afrikas und Asiens – und hat unmittelbare Auswirkungen auf die internationale Mobilität.
Obwohl Brasilien keinen Nachweis einer Polio-Impfung für die Einreise verlangt, empfiehlt das Ministerium in seinen Reisegesundheitsrichtlinien, dass alle Besucher gemäß dem nationalen Impfplan vollständig immunisiert sind. Viele Konsulate raten bereits jetzt Expatriates und Geschäftsreisenden mit kleinen Kindern, bei der Beantragung von Visaanträgen für Angehörige die Impfhefte der Kinder vorzulegen; die zusätzliche Auffrischungsimpfung wird daher ab August verstärkte Dokumentenkontrollen nach sich ziehen.
Reisemedizinische Kliniken in São Paulo und Rio de Janeiro berichten, dass sie Unternehmensklienten bereits informieren, die medizinischen Unterlagen der Mitarbeiter zu überprüfen und Termine vor dem Höhepunkt der nördlichen Sommerreisezeit zu vereinbaren. Auch für ausreisende brasilianische Reisende ist die Änderung relevant: Ein Dutzend Länder – darunter Indien, Pakistan und Singapur – verlangen inzwischen von Bewohnern poliofreier Staaten den Nachweis eines vollständigen VIP-Fünf-Dosen-Kurses, wenn der Aufenthalt länger als vier Wochen dauert. Familien, deren Kinder nach dem alten Schema nur vier Dosen erhalten haben, riskieren an Umsteigeflughäfen die Verweigerung des Boardings.
Internationale Krankenversicherer passen ihre Policen an und stellen klar, dass verpasste Auffrischungen den Versicherungsschutz für Notfallbehandlungen bei impfpräventablen Krankheiten aufheben können. Das Gesundheitsministerium beruft sich auf Empfehlungen der Panamerikanischen Gesundheitsorganisation und seines eigenen Technischen Beratungsausschusses für Immunisierung.
Brasilien gilt seit 1989 als poliofrei, doch die Behörden warnen, dass sinkende Impfquoten bei Kindern – in einigen Amazonas-Gemeinden nur noch 70 Prozent – „Verwundbarkeitsinseln“ schaffen, die ein importierter Fall ausnutzen könnte. Die Kampagne wird daher mehrsprachige Informationsmaterialien für Migranten und Touristen umfassen, die über Bundespolizeigrenzposten und große Flughäfen verteilt werden.
Arbeitgeber, die Personal nach Brasilien entsenden, sollten sicherstellen, dass Entsendeschreiben die neue Impfpflicht erwähnen und dass HR-Portale bei der Reisebuchung ab August auf die Notwendigkeit aktualisierter Impfnachweise hinweisen. Mobilitätsmanager werden zudem empfohlen, sich mit lokalen Dienstleistern über die Kapazitäten der Impfkliniken abzustimmen, da mit einem starken Anstieg der Nachfrage nach VIP-Terminen Ende Juli gerechnet wird.
Obwohl Brasilien keinen Nachweis einer Polio-Impfung für die Einreise verlangt, empfiehlt das Ministerium in seinen Reisegesundheitsrichtlinien, dass alle Besucher gemäß dem nationalen Impfplan vollständig immunisiert sind. Viele Konsulate raten bereits jetzt Expatriates und Geschäftsreisenden mit kleinen Kindern, bei der Beantragung von Visaanträgen für Angehörige die Impfhefte der Kinder vorzulegen; die zusätzliche Auffrischungsimpfung wird daher ab August verstärkte Dokumentenkontrollen nach sich ziehen.
Reisemedizinische Kliniken in São Paulo und Rio de Janeiro berichten, dass sie Unternehmensklienten bereits informieren, die medizinischen Unterlagen der Mitarbeiter zu überprüfen und Termine vor dem Höhepunkt der nördlichen Sommerreisezeit zu vereinbaren. Auch für ausreisende brasilianische Reisende ist die Änderung relevant: Ein Dutzend Länder – darunter Indien, Pakistan und Singapur – verlangen inzwischen von Bewohnern poliofreier Staaten den Nachweis eines vollständigen VIP-Fünf-Dosen-Kurses, wenn der Aufenthalt länger als vier Wochen dauert. Familien, deren Kinder nach dem alten Schema nur vier Dosen erhalten haben, riskieren an Umsteigeflughäfen die Verweigerung des Boardings.
Internationale Krankenversicherer passen ihre Policen an und stellen klar, dass verpasste Auffrischungen den Versicherungsschutz für Notfallbehandlungen bei impfpräventablen Krankheiten aufheben können. Das Gesundheitsministerium beruft sich auf Empfehlungen der Panamerikanischen Gesundheitsorganisation und seines eigenen Technischen Beratungsausschusses für Immunisierung.
Brasilien gilt seit 1989 als poliofrei, doch die Behörden warnen, dass sinkende Impfquoten bei Kindern – in einigen Amazonas-Gemeinden nur noch 70 Prozent – „Verwundbarkeitsinseln“ schaffen, die ein importierter Fall ausnutzen könnte. Die Kampagne wird daher mehrsprachige Informationsmaterialien für Migranten und Touristen umfassen, die über Bundespolizeigrenzposten und große Flughäfen verteilt werden.
Arbeitgeber, die Personal nach Brasilien entsenden, sollten sicherstellen, dass Entsendeschreiben die neue Impfpflicht erwähnen und dass HR-Portale bei der Reisebuchung ab August auf die Notwendigkeit aktualisierter Impfnachweise hinweisen. Mobilitätsmanager werden zudem empfohlen, sich mit lokalen Dienstleistern über die Kapazitäten der Impfkliniken abzustimmen, da mit einem starken Anstieg der Nachfrage nach VIP-Terminen Ende Juli gerechnet wird.
Quelle: Ministry of Health (Brazil)
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