
Das in Espoo ansässige Unternehmen Nokia gab am 25. Juni bekannt, dass seine neue Defence-Geschäftseinheit einem finnisch-nordischen Konsortium unter Führung der finnischen Grenzschutzbehörde sichere 4G/5G- und Edge-Cloud-Netzwerklösungen liefern wird. Das Projekt verbindet Sensoren, Patrouillenfahrzeuge und Boote mit einer gemeinsamen Kommando- und Kontrollplattform, die den Einsatzkräften ein Echtzeitbild von Drohnenbedrohungen entlang der 1.300 Kilometer langen Landgrenze Finnlands sowie der ausgedehnten Küstenlinie liefert.
Finnland beobachtet den starken Anstieg kostengünstiger kommerzieller Drohnen mit wachsender Besorgnis. In den letzten 18 Monaten hat der Grenzschutz mehrere unautorisierte Flüge über kritische Infrastrukturen registriert, während die Nachbarländer Estland und Lettland von Drohnenschmuggelversuchen berichteten. Durch die Verschmelzung von Radardaten, elektro-optischen Kameras und Funkfrequenz-Erkennung in ein verschlüsseltes Mobilfunknetz will das Konsortium die Reaktionszeit von der Erkennung bis zur Gegenmaßnahme von „Minuten auf Sekunden“ verkürzen, so Mikko Hautala, Vorsitzender von Nokia Defence.
Im Rahmen des dreijährigen Programms wird Nokia robuste Basisstationen, private 5G-Kerne und Edge-Analytics liefern, die auf Fahrzeugen montiert oder als Schnellaufbau-Kits im Feld eingesetzt werden können. Der Grenzschutz wird das System im Winter 2027 in Lappland und im Finnischen Meerbusen testen, bevor es landesweit ausgerollt wird. Beschaffungsunterlagen, die MarketScreener vorliegen, deuten auf ein Budget von 37 Millionen Euro hin, finanziert durch das finnische Zusatzpaket zur Grenzsicherung und das EU-Instrument für Grenzmanagement und Visa.
Für Geschäftsreisende und Logistikunternehmen stehen viel auf dem Spiel. Der Flughafen Helsinki wickelte im Mai 1,9 Millionen Passagiere ab, und der Frachtverkehr über die Häfen Kotka–Hamina und Turku hat das Vorkrisenniveau wieder erreicht. Ein koordiniertes Gegen-UAS-Netzwerk verringert das Risiko von Drohnenstörungen, die andernorts in Europa zu Flughafenschließungen geführt haben, und gibt Versicherern die Sicherheit, dass Finnland ein risikoarmer Verkehrsknotenpunkt bleibt. Unternehmen mit kritischer Infrastruktur – von Energieanlagen bis zu Rechenzentren – können sich ebenfalls an das sichere Netzwerk anschließen, um Situationswarnungen zu erhalten.
Politisch signalisiert das Projekt, dass Finnland bereit ist, NATO-kompatible Verteidigungstechnologien mit ziviler 5G-Infrastruktur zu verbinden – ein Modell, das Brüssel hofft, dass andere Schengen-Staaten übernehmen. Gleichzeitig eröffnet es Nokia neue Exportchancen im schnell wachsenden Markt für Gegen-Drohnen-Technologien, der laut Frost & Sullivan bis 2030 weltweit ein Volumen von 6 Milliarden Euro erreichen soll.
Finnland beobachtet den starken Anstieg kostengünstiger kommerzieller Drohnen mit wachsender Besorgnis. In den letzten 18 Monaten hat der Grenzschutz mehrere unautorisierte Flüge über kritische Infrastrukturen registriert, während die Nachbarländer Estland und Lettland von Drohnenschmuggelversuchen berichteten. Durch die Verschmelzung von Radardaten, elektro-optischen Kameras und Funkfrequenz-Erkennung in ein verschlüsseltes Mobilfunknetz will das Konsortium die Reaktionszeit von der Erkennung bis zur Gegenmaßnahme von „Minuten auf Sekunden“ verkürzen, so Mikko Hautala, Vorsitzender von Nokia Defence.
Im Rahmen des dreijährigen Programms wird Nokia robuste Basisstationen, private 5G-Kerne und Edge-Analytics liefern, die auf Fahrzeugen montiert oder als Schnellaufbau-Kits im Feld eingesetzt werden können. Der Grenzschutz wird das System im Winter 2027 in Lappland und im Finnischen Meerbusen testen, bevor es landesweit ausgerollt wird. Beschaffungsunterlagen, die MarketScreener vorliegen, deuten auf ein Budget von 37 Millionen Euro hin, finanziert durch das finnische Zusatzpaket zur Grenzsicherung und das EU-Instrument für Grenzmanagement und Visa.
Für Geschäftsreisende und Logistikunternehmen stehen viel auf dem Spiel. Der Flughafen Helsinki wickelte im Mai 1,9 Millionen Passagiere ab, und der Frachtverkehr über die Häfen Kotka–Hamina und Turku hat das Vorkrisenniveau wieder erreicht. Ein koordiniertes Gegen-UAS-Netzwerk verringert das Risiko von Drohnenstörungen, die andernorts in Europa zu Flughafenschließungen geführt haben, und gibt Versicherern die Sicherheit, dass Finnland ein risikoarmer Verkehrsknotenpunkt bleibt. Unternehmen mit kritischer Infrastruktur – von Energieanlagen bis zu Rechenzentren – können sich ebenfalls an das sichere Netzwerk anschließen, um Situationswarnungen zu erhalten.
Politisch signalisiert das Projekt, dass Finnland bereit ist, NATO-kompatible Verteidigungstechnologien mit ziviler 5G-Infrastruktur zu verbinden – ein Modell, das Brüssel hofft, dass andere Schengen-Staaten übernehmen. Gleichzeitig eröffnet es Nokia neue Exportchancen im schnell wachsenden Markt für Gegen-Drohnen-Technologien, der laut Frost & Sullivan bis 2030 weltweit ein Volumen von 6 Milliarden Euro erreichen soll.
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