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Fintraffic und Indra eröffnen weltweit erstes Multi-Flughafen-Fernsteuerzentrum in Vantaa

Juni 26, 2026
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Fintraffic und Indra eröffnen weltweit erstes Multi-Flughafen-Fernsteuerzentrum in Vantaa
Die spanische Luft- und Raumfahrtgruppe Indra bestätigte am 25. Juni den Abschluss eines Vertrags mit Fintraffic Air Navigation Services (ANS) zum Bau eines digitalen Remote-Tower-Zentrums, das bis zu sieben finnische Regionalflughäfen von einer einzigen Einrichtung in Vantaa aus steuern kann. Das Zentrum ermöglicht es jedem Fluglotsen, den Verkehr an bis zu drei Flugplätzen gleichzeitig zu überwachen, mithilfe von 4K-Panoramakameras, fortschrittlicher Objektverfolgung und Indras GAREX VoIP-Kommunikationssuite.

Im Rahmen der Vereinbarung werden die ersten Flughäfen – Mariehamn, Turku und Vaasa – Ende 2027 auf den Fernbetrieb umgestellt, gefolgt von Kittilä, Ivalo, Kuusamo und Oulu. Fintraffic erklärt, dass digitale Türme die Betriebskosten um 30 Prozent senken und gleichzeitig die Personaleinsatzflexibilität im dünn besiedelten Norden Finnlands verbessern, wo der saisonale Tourismus zu starken Nachfragespitzen führt. Raine Luojus, CEO von Fintraffic ANS, bezeichnete das Projekt als „den natürlichen nächsten Schritt in der Digitalisierung der Flugsicherungsdienste“.

Für Fluggesellschaften und Reiseveranstalter verspricht das Remote-Tower-Konzept robustere Abläufe. Wenn Wetterbedingungen oder Krankheitsfälle das Personal an einem Flughafen beeinträchtigen, können die Fluglotsen in Vantaa sofort übernehmen, was Verspätungen und Umleitungen reduziert – ein entscheidender Vorteil für Wintercharterflüge nach Lappland. Das Zentrum wird zudem Verfahren und Datenflüsse standardisieren, was es Fluggesellschaften wie Finnair und Ryanair erleichtert, regionale Strecken in ihre Netzwerkplanung zu integrieren.

Der Vertrag stärkt Finnlands Position als lebendiges Innovationslabor für die Luftfahrt. Der Flughafen Helsinki von Finavia wurde kürzlich mit dem ACI Europe Digital Transformation Award 2026 ausgezeichnet, und der Staat investiert 20 Millionen Euro in satellitengestützte Landungssysteme. Die Kombination dieser Initiativen mit einem Multi-Airport-Tower bringt Finnland vor größere Märkte wie Deutschland und Großbritannien, die noch mit einzelnen Remote-Türmen experimentieren.

Indras Technologie ist bereits in Norwegen und Saudi-Arabien im Einsatz, doch dies ist die erste Installation, die von Anfang an für den routinemäßigen Betrieb mehrerer Flughäfen ausgelegt ist. Ein Erfolg in Finnland könnte ähnliche Projekte in den nordischen Ländern auslösen und Exportchancen für finnische Softwareanbieter eröffnen, die cyber-sichere Datenverbindungen und KI-basierte Warnsysteme für das Eindringen auf Start- und Landebahnen liefern.
Quelle: Indra Group press release

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