
Angesichts der im Sommer rekordhohen Nachfrage nach Reisedokumenten hat die Questura von Agrigento am 25. Juni einen speziellen digitalen Kalender eingeführt, der es Einwohnern ermöglicht, Termine für dringend benötigte Reisepässe noch in derselben Woche zu sichern. Antragsteller laden ein Selbstauskunftsformular hoch, in dem sie den Notfall erläutern – meist Geschäftsreisen, medizinische Behandlungen oder nachgewiesene Urlaubsbuchungen – und fügen entsprechende Nachweise bei. Um dem Ansturm gerecht zu werden, wurden auch Termine außerhalb der regulären Öffnungszeiten eingerichtet. Dieses Vorgehen ähnelt Pilotprojekten in Mailand und Florenz und soll den Schwarzmarkt für Terminvermittler eindämmen. Für internationale Arbeitgeber, die oft kurzfristig Reisepässe für Familienangehörige von entsandten Mitarbeitern benötigen, könnte diese Initiative eine große Erleichterung darstellen. Personalabteilungen sollten beachten, dass falsche Angaben zur Dringlichkeit strafrechtliche Konsequenzen nach sich ziehen können, weshalb aussagekräftige Belege (z. B. Flugtickets oder ärztliche Atteste) unerlässlich sind. Das Innenministerium kündigt an, die Daten aus Agrigento auszuwerten, um eine mögliche landesweite Einführung bis Dezember zu prüfen. Mobilitätsmanager sollten beobachten, ob weitere Questure das System übernehmen, was einen einheitlichen zweiwöchigen Ausstellungszyklus für Reisepässe in ganz Italien etablieren könnte.
Quelle: La Sicilia
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