
Weniger als drei Monate nach der verpflichtenden Einführung des neuen Ein- und Ausreisesystems (EES) der EU an Italiens externen Flughäfen schlägt der größte Flughafenbetreiber des Landes Alarm. Marco Troncone, CEO von Aeroporti di Roma (AdR), warnte gegenüber der Financial Times, dass die Warteschlangen für die biometrische Erfassung an den Flughäfen Rom-Fiumicino und Ciampino bereits jetzt über zwei Stunden betragen – und das noch vor dem üblichen Passagieranstieg im Juli und August.
Das EES ersetzt den manuellen Passstempel für Kurzzeitbesucher aus Nicht-EU-Staaten durch einen Fingerabdruck- und Gesichtsscan, der in einer gemeinsamen Schengen-Datenbank gespeichert wird. Nach EU-Vorgaben können Mitgliedstaaten eine „Flexibilitätsklausel“ nutzen, die es erlaubt, bei Wartezeiten von über 45 Minuten bis zu sechs Stunden lang wieder manuell zu stempeln. AdR drängt das italienische Innenministerium, diese Klausel vorsorglich anzuwenden oder per Notverordnung eine generelle Aussetzung des EES an den römischen Flughäfen bis zum 30. September zu erlassen.
Regierungsquellen teilten The Local jedoch mit, dass Rom Brüssel bislang versichert hat, das System nicht landesweit auszusetzen. Fluggesellschaften, Bodenabfertiger und Firmenreisemanager beobachten die Lage genau. Eine teilweise Aussetzung könnte den Passagierfluss erleichtern, würde aber eine unübersichtliche Mischung aus digitalen und manuellen Ausreisestempeln erzeugen, was die Berechnung der verbleibenden Schengen-Aufenthaltsdauer erschwert. Airlines, die auf automatisierte Abgleichverfahren mit Advance Passenger Information (API) setzen, müssten manuelle Lösungen finden, während Mobility-Teams Reisende darauf hinweisen müssten, Bordkarten und Stempelbilder als Nachweis aufzubewahren.
Sollte Italien das EES – auch nur lokal – aussetzen, könnte dies anderen Schengen-Drehkreuzen politischen Rückhalt geben, dem Beispiel zu folgen. Grenzkontrollgewerkschaften an den Flughäfen Paris-Charles de Gaulle und Madrid-Barajas warnen bereits vor „Chaos“ im Juli. Hält die Regierung jedoch an der Regelung fest, können Reisende mit verstärktem Personal, mehr Vorab-Erfassungskiosken und einer Informationskampagne rechnen, die Nicht-EU-Besucher auffordert, mindestens drei Stunden vor Abflug anzureisen.
Unabhängig vom Ausgang sollten Unternehmen ihre Reise-Risikoanalysen jetzt aktualisieren. Crew-Wechsel, enge Anschlussverbindungen und Geschäftstermine am selben Tag in Rom könnten neu terminiert werden müssen. Duty-of-Care-Teams sollten die Informationsseiten des Innenministeriums sowie die Betriebshinweise der Airlines im Blick behalten, um Echtzeit-Änderungen bei den Grenzverfahren zu verfolgen.
Das EES ersetzt den manuellen Passstempel für Kurzzeitbesucher aus Nicht-EU-Staaten durch einen Fingerabdruck- und Gesichtsscan, der in einer gemeinsamen Schengen-Datenbank gespeichert wird. Nach EU-Vorgaben können Mitgliedstaaten eine „Flexibilitätsklausel“ nutzen, die es erlaubt, bei Wartezeiten von über 45 Minuten bis zu sechs Stunden lang wieder manuell zu stempeln. AdR drängt das italienische Innenministerium, diese Klausel vorsorglich anzuwenden oder per Notverordnung eine generelle Aussetzung des EES an den römischen Flughäfen bis zum 30. September zu erlassen.
Regierungsquellen teilten The Local jedoch mit, dass Rom Brüssel bislang versichert hat, das System nicht landesweit auszusetzen. Fluggesellschaften, Bodenabfertiger und Firmenreisemanager beobachten die Lage genau. Eine teilweise Aussetzung könnte den Passagierfluss erleichtern, würde aber eine unübersichtliche Mischung aus digitalen und manuellen Ausreisestempeln erzeugen, was die Berechnung der verbleibenden Schengen-Aufenthaltsdauer erschwert. Airlines, die auf automatisierte Abgleichverfahren mit Advance Passenger Information (API) setzen, müssten manuelle Lösungen finden, während Mobility-Teams Reisende darauf hinweisen müssten, Bordkarten und Stempelbilder als Nachweis aufzubewahren.
Sollte Italien das EES – auch nur lokal – aussetzen, könnte dies anderen Schengen-Drehkreuzen politischen Rückhalt geben, dem Beispiel zu folgen. Grenzkontrollgewerkschaften an den Flughäfen Paris-Charles de Gaulle und Madrid-Barajas warnen bereits vor „Chaos“ im Juli. Hält die Regierung jedoch an der Regelung fest, können Reisende mit verstärktem Personal, mehr Vorab-Erfassungskiosken und einer Informationskampagne rechnen, die Nicht-EU-Besucher auffordert, mindestens drei Stunden vor Abflug anzureisen.
Unabhängig vom Ausgang sollten Unternehmen ihre Reise-Risikoanalysen jetzt aktualisieren. Crew-Wechsel, enge Anschlussverbindungen und Geschäftstermine am selben Tag in Rom könnten neu terminiert werden müssen. Duty-of-Care-Teams sollten die Informationsseiten des Innenministeriums sowie die Betriebshinweise der Airlines im Blick behalten, um Echtzeit-Änderungen bei den Grenzverfahren zu verfolgen.
Quelle: The Local Italy