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Daten zeigen 1,34 Millionen nigerianische Visumsablehnungen seit 2005, während Großbritannien die Regeln für Facharbeiter und Studenten verschärft

Juni 30, 2026
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Daten zeigen 1,34 Millionen nigerianische Visumsablehnungen seit 2005, während Großbritannien die Regeln für Facharbeiter und Studenten verschärft
Das nigerianische Medienunternehmen The Star hat neu veröffentlichte Daten des britischen Innenministeriums zur Einreisegenehmigung ausgewertet. Dabei zeigte sich, dass zwischen 2005 und dem ersten Quartal 2026 insgesamt 1.344.595 Visumanträge von Nigerianern abgelehnt wurden – eine Ablehnungsquote von 33 %, mehr als doppelt so hoch wie der weltweite Durchschnitt. Besuchervisa machten 84 % der Ablehnungen aus, doch der Bericht verzeichnet einen deutlichen Anstieg bei Ablehnungen von Facharbeiter- und Studentenvisa nach den Regeländerungen 2024, die Angehörige einschränkten und Gehaltsgrenzen anhoben. Trotz der hohen Ablehnungszahlen erhielten Nigerianer im gleichen Zeitraum 2,7 Millionen britische Visa und liegen damit hinter Indien und China auf dem dritten Platz. Die Genehmigungen erreichten 2023 mit 282.000 Visa ihren Höhepunkt, sind seitdem aber aufgrund verschärfter Prüfungen zurückgegangen. Für britische Arbeitgeber verdeutlichen die Zahlen, warum nigerianische Bewerber oft zusätzliche Unterstützung bei der Dokumentation benötigen und wie Ablehnungsquoten die Sponsor-Lizenz-Bewertung von Universitäten oder Unternehmen gefährden können. Mobilitätsteams sollten Ablehnungstrends bei der Personalplanung berücksichtigen und Vorabprüfungen einführen, um häufige Mängel wie fehlende finanzielle Nachweise oder Übergangspläne vom Studium zur Arbeit zu beheben. Aus politischer Sicht könnten die Daten die Debatte um den „Visa-Stopp“-Mechanismus des Innenministeriums anheizen – eine Maßnahme, die bereits für Afghanistan, Kamerun, Myanmar und Sudan gilt und die Visaerteilung für Nationalitäten mit unverhältnismäßig hohen Asylantragsquoten aussetzt. Experten befürchten, dass Nigeria hinzugefügt werden könnte, falls Ablehnungsraten und Asylkonversionen weiter steigen. Nigerianische Behörden führen den Anstieg der Anträge auf wirtschaftliche Schwierigkeiten und die „Japa“-Migrationswelle zurück und betonen, dass makroökonomische Reformen statt verschärfter britischer Regeln die langfristige Lösung seien.
Quelle: The Star (Nigeria)

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