
In einer überraschenden Meldung auf GOV.UK am frühen 29. Juni 2026 kündigte das Innenministerium eine umfangreiche Erweiterung der Abschiebezentren Haslar und Campsfield an, die die Kapazität um 40 % erhöhen soll – genug, so die Minister, um in den nächsten zehn Jahren mehr als 45.000 ausländische Straftäter und abgelehnte Asylbewerber abzuschieben. Die Erweiterung ist Teil eines umfassenderen Durchsetzungspakets, das die jährlichen Abschiebungen bereits auf den höchsten Stand seit 2016 gehoben hat. Innenministerin Shabana Mahmood bezeichnete den Schritt als „Wiederherstellung der Glaubwürdigkeit“ eines Migrationssystems, das ihre Regierung „in Chaos“ übernommen habe, und verwies auf einen Bericht des Unabhängigen Chefinspktors für Grenzen und Einwanderung (ICIBI), der die Zahl der Personen ohne Aufenthaltsrecht auf 412.000 beziffert. Um die verstärkten Maßnahmen zu ermöglichen, wird das Budget der Einwanderungsbehörde bis 2029 verdoppelt und die Personalstärke im Vergleich zu 2024 um 60 % erhöht. Das kommende Einwanderungs- und Asylgesetz soll zudem Berufungen im Bereich moderner Sklaverei und Menschenrechte verschärfen, die laut Ministerium „Abschiebungen behindern“. Geschäftsreisende und Teams für globale Mobilität sollten beachten, dass die Regierung gleichzeitig die Liste der visapflichtigen Länder überprüft und neue „Visa-Bremsen“ angekündigt hat, die Einreisewege für Länder mit hohen Asylüberziehungsraten schließen könnten. Unternehmen, die auf kurzfristige Besucher oder innerbetriebliche Versetzungen aus solchen Ländern angewiesen sind, könnten plötzlich vor Compliance-Hürden stehen. Gleichzeitig droht ausländischen Mitarbeitern mit strafrechtlichen Verurteilungen – auch bei geringfügigen Delikten – ein erhöhtes Risiko der Abschiebung, wenn sie ihren legalen Status verlieren. Menschenrechtsorganisationen kritisieren die Pläne und warnen vor Überbelegung der Haftanstalten und rechtlichen Auseinandersetzungen. Aus operativer Sicht unterstreicht die Ankündigung jedoch den Kurswechsel des Innenministeriums hin zu einer durchsetzungsorientierten Migrationspolitik nach zwei Jahren, die von arbeitsmarktbezogenen Reformen geprägt waren. Arbeitgeber sollten ihre Prüfprozesse zur Beschäftigungsberechtigung aktualisieren und sicherstellen, dass ihre Sponsoring-Unterlagen einwandfrei sind, da mit einem starken Anstieg von Vor-Ort-Kontrollen und Durchsuchungen gerechnet wird.
Quelle: GOV.UK
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