
Eine Untersuchung von ABC News hat die unbeabsichtigten finanziellen Fallstricke für Inhaber temporärer Visa beim Immobilienkauf in Australien aufgezeigt. Die britische Hebamme Kate Griffiths, die während einer schweren Personalkrise vom Whyalla Hospital in Südaustralien angeworben wurde, sah sich mit fast 70.000 AUD an staatlichen Grunderwerbssteuerzuschlägen und bundesstaatlichen Gebühren für „bestehende Wohnimmobilien“ konfrontiert, weil sie ein Haus kaufte, während sie noch ein Subclass-482-Visum besaß. Nach südaustralischem Recht müssen Migranten innerhalb von 12 Monaten nach dem Kauf eine dauerhafte Aufenthaltsgenehmigung erhalten, um die 7 %ige Ausländerzuschlagssteuer zu vermeiden. Aufgrund administrativer Verzögerungen wurde Frau Griffiths die dauerhafte Aufenthaltsgenehmigung erst 15 Monate nach dem Kauf erteilt, was sowohl die staatliche Steuer als auch eine separate Gebühr von 44.000 AUD durch das australische Finanzamt auslöste. Der Fall hat Forderungen von Arbeitgebern im Gesundheitswesen und Abgeordneten nach einer Überprüfung der sich überschneidenden Steuer- und Einwanderungsregelungen ausgelöst, die gezielt angeworbene Arbeitskräfte benachteiligen. Nach Medienanfragen erklärte sich der Schatzmeister von Südaustralien bereit, die staatliche Zuschlagssteuer als Kulanzzahlung zu erstatten, doch das Finanzamt hat bisher die Gebühr mit Verweis auf nationale Interessen nicht erlassen. Für globale Mobilitätsteams ist die Geschichte eine Warnung: Gehaltspakete und Umzugsberatung für Inhaber eines 482-Visums sollten ausdrücklich auf Ausländerzuschläge und den Zeitpunkt der Anträge auf dauerhaften Aufenthalt eingehen. Arbeitgeber, die wichtige Fachkräfte in teure Wohnungsmärkte vermitteln, müssen möglicherweise Überbrückungszuschüsse oder rechtliche Unterstützung anbieten, um Risiken bei der Mitarbeiterbindung zu vermeiden. Politische Analysten weisen darauf hin, dass mehrere Bundesstaaten die Kulanzfristen für Zuschläge bei Gesundheits- und Lehrberufen überprüfen. Bis Reformen umgesetzt sind, müssen Sponsoren und Migranten ihre Immobilienpläne sorgfältig an den Zeitplan der Visumerteilung anpassen.
Quelle: ABC News