
Australien und Vanuatu unterzeichneten am 30. Juni 2026 in Canberra das lang erwartete „Nakamal-Abkommen“, das monatelange angespannte Verhandlungen beendete und Vanuatu den Zugang zur Pacific Engagement Visa (PEV)-Lotterie wieder ermöglichte. Die Premierminister Anthony Albanese und Jotham Napat kündigten eine Förderung von 500 Millionen australischen Dollar für Polizeiarbeit, Katastrophenhilfe und Zusammenarbeit bei kritischer Infrastruktur an. Für viele Ni-Vanuatu-Bürger ist jedoch die Rückkehr von 150 Daueraufenthaltsplätzen der wichtigste Erfolg, nachdem das Land Anfang des Monats überraschend von der PEV-Lotterie 2026-27 ausgeschlossen worden war.
Das PEV ist Canberras wichtigstes regionales Mobilitätsprogramm und vergibt jährlich 3.000 Daueraufenthaltsvisa an Pazifikinsulaner, die per elektronischer Lotterie ausgewählt werden. Der Ausschluss sorgte in Port Vila für Empörung und Befürchtungen, dass die saisonalen Arbeitskräfteflüsse gestört werden könnten. Die Wiedereinbeziehung mildert diese Spannungen, auch wenn Vanuatus Antrag auf visafreies Reisen keine Unterstützung fand. Bewerber müssen weiterhin online ihr Interesse bekunden, Gesundheits- und Sicherheitsprüfungen bestehen und innerhalb von sechs Monaten ein Jobangebot in Australien vorweisen, wenn sie ausgewählt werden.
Für australische Arbeitgeber, insbesondere in Landwirtschaft, Altenpflege und Tourismus, sichert die Entscheidung eine verlässliche Quelle geprüfter und einsatzbereiter Arbeitskräfte. Personalvermittler hatten mit Engpässen bei der kommenden Ernte gerechnet, falls Vanuatu ausgeschlossen geblieben wäre, da Arbeitskräfte aus dem Archipel etwa 18 % der Teilnehmer an der pazifischen Arbeitsmobilität ausmachen.
Verteidigungsexperten heben die strategische Dimension hervor: Indem Australien Mobilität an Sicherheitszusammenarbeit knüpft, kontert es Chinas Bemühungen um ein eigenes Polizeiabkommen – das sogenannte „Namele-Abkommen“ –, das Peking seit 2025 verfolgt. Canberras Forderung nach Konsultationen, bevor Vanuatu Drittmittel für Infrastruktur annimmt, stärkt zudem Australiens Einfluss weiter.
Führende Vertreter der Ni-Vanuatu-Gemeinschaft begrüßten den wiederhergestellten Visapfad, kritisierten jedoch die begrenzte Kontingentierung. Zivilgesellschaftliche Gruppen fordern, die PEV-Zuteilungen an Bevölkerungszahlen oder Rücküberweisungen zu koppeln, statt an feste Quoten. Albanese deutete an, dass das Programm nach dem ersten vollen Betriebsjahr 2027 überprüft und bei anhaltender Arbeitsmarktnachfrage möglicherweise ausgeweitet wird.
Das PEV ist Canberras wichtigstes regionales Mobilitätsprogramm und vergibt jährlich 3.000 Daueraufenthaltsvisa an Pazifikinsulaner, die per elektronischer Lotterie ausgewählt werden. Der Ausschluss sorgte in Port Vila für Empörung und Befürchtungen, dass die saisonalen Arbeitskräfteflüsse gestört werden könnten. Die Wiedereinbeziehung mildert diese Spannungen, auch wenn Vanuatus Antrag auf visafreies Reisen keine Unterstützung fand. Bewerber müssen weiterhin online ihr Interesse bekunden, Gesundheits- und Sicherheitsprüfungen bestehen und innerhalb von sechs Monaten ein Jobangebot in Australien vorweisen, wenn sie ausgewählt werden.
Für australische Arbeitgeber, insbesondere in Landwirtschaft, Altenpflege und Tourismus, sichert die Entscheidung eine verlässliche Quelle geprüfter und einsatzbereiter Arbeitskräfte. Personalvermittler hatten mit Engpässen bei der kommenden Ernte gerechnet, falls Vanuatu ausgeschlossen geblieben wäre, da Arbeitskräfte aus dem Archipel etwa 18 % der Teilnehmer an der pazifischen Arbeitsmobilität ausmachen.
Verteidigungsexperten heben die strategische Dimension hervor: Indem Australien Mobilität an Sicherheitszusammenarbeit knüpft, kontert es Chinas Bemühungen um ein eigenes Polizeiabkommen – das sogenannte „Namele-Abkommen“ –, das Peking seit 2025 verfolgt. Canberras Forderung nach Konsultationen, bevor Vanuatu Drittmittel für Infrastruktur annimmt, stärkt zudem Australiens Einfluss weiter.
Führende Vertreter der Ni-Vanuatu-Gemeinschaft begrüßten den wiederhergestellten Visapfad, kritisierten jedoch die begrenzte Kontingentierung. Zivilgesellschaftliche Gruppen fordern, die PEV-Zuteilungen an Bevölkerungszahlen oder Rücküberweisungen zu koppeln, statt an feste Quoten. Albanese deutete an, dass das Programm nach dem ersten vollen Betriebsjahr 2027 überprüft und bei anhaltender Arbeitsmarktnachfrage möglicherweise ausgeweitet wird.
Quelle: Pacific Media Network