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Australiens neues Geschäftsjahr bringt höhere Visagebühren und strengere Kontrollen

Juli 1, 2026
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Australiens neues Geschäftsjahr bringt höhere Visagebühren und strengere Kontrollen
Wenn heute Nacht um Mitternacht (30. Juni 2026) die Uhr schlägt, beginnt in Australien ein neues Programmjahr im Migrationssystem – und damit einher geht die jährliche Anpassung der Visumantragsgebühren (VAC) sowie eine Reihe von politischen Änderungen, die die Einhaltung der Vorschriften für temporäre und dauerhafte Aufenthaltsbewerber verschärfen. Laut Migrationsberater Keshav Kandel, der mit SBS Nepali sprach, steigen die Gebühren für die beliebtesten Visakategorien – darunter Besucher (600), Studenten (500) und Temporary Graduate (485) – um 2 bis 5 %. Auch die Gebühren für Partner- und Elternvisa, die bereits zu den teuersten weltweit gehören, erhöhen sich weiter: Die Gebühr für den Hauptantragsteller eines Partnervisums überschreitet erstmals die Marke von 9.600 AUD.

Obwohl das Innenministerium die Gebühren routinemäßig zum 1. Juli anpasst, fällt die diesjährige Erhöhung mit umfassenden Reformen zusammen, die darauf abzielen, Rückstände abzubauen und nicht ernst gemeinte Anträge zu verhindern. Experten rechnen kurzfristig mit einem Ansturm auf Anträge bis Geschäftsschluss heute, gefolgt von einer Pause, in der die Antragsteller die höheren Kosten verarbeiten.

Australiens neues Geschäftsjahr bringt höhere Visagebühren und strengere Kontrollen


Wichtiger als die reinen Kosten ist jedoch die strengere Haltung der Regierung gegenüber Verstößen gegen Visabedingungen. Das Innenministerium hat zusätzliche Integritätsprüfungen im ImmiAccount eingeführt und setzt Datenabgleich-Tools ein, die Überziehungen des Aufenthalts, unerlaubte Arbeit und Verstöße gegen die erlaubte Studienbelastung nahezu in Echtzeit erkennen. Diese neuen Werkzeuge speisen sich direkt in die Dashboards der Sachbearbeiter ein und ermöglichen gezielte Stornierungen.

Migrationsagenten warnen insbesondere Studierende, die ihre wöchentliche Arbeitszeit überschreiten, sowie Inhaber eines 485-Visums, die außerhalb ihrer angegebenen Berufe als Subunternehmer tätig sind, dass die Toleranz für „technische“ Verstöße schwindet. Auch Unternehmen, die ausländische Arbeitskräfte beschäftigen, sind gewarnt: Ab morgen drohen Sponsoren, die das überarbeitete Online-Meldeportal nicht innerhalb von 28 Tagen für Gehaltsänderungen, Kündigungen oder Stellenbeschreibungsänderungen nutzen, Bußgelder von bis zu 18.780 AUD pro Verstoß.

Diese Änderungen gehen Hand in Hand mit der Einführung der digitalen Überprüfung der Steueridentifikationsnummer (Tax File Number), was es erschwert, gesponserte Mitarbeiter unterhalb der Temporary Skilled Migration Income Threshold zu bezahlen. Für Manager im Bereich internationale Mobilität ist die Botschaft klar: Die Kosten für Einsätze in Australien steigen, und die Folgen von administrativen Fehlern werden noch teurer. Unternehmen wird empfohlen, ihre Lohnabrechnungssysteme zu überprüfen, Mobilitätsrichtlinien zu aktualisieren und Führungskräfte zu schulen, damit Visuminhaber und ihre Arbeitgeber im neuen Finanzjahr teure Fehler vermeiden.
Quelle: SBS Nepali

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