
Mit Schulschließungen und steigenden Temperaturen startete am 30. Juni in Spanien die traditionelle „Operación Salida“. Fluggesellschaften, der Bahnbetreiber Renfe und Fernbusunternehmen haben daraufhin Zehntausende zusätzliche Plätze bereitgestellt. Die Fluggesellschaft Iberia hat für Juli und August 1.200 zusätzliche Inlandsflüge eingeplant, während Renfe in diesem Sommer insgesamt 21,6 Millionen Sitzplätze anbietet – 100.000 mehr als 2025. Die Billigflieger Vueling und Ryanair haben ihre Kapazitäten verstärkt auf die Balearen und Kanarischen Inseln verlagert, um der 14-prozentigen Zunahme der Buchungen im Vergleich zum Vorjahr gerecht zu werden. Der Fernbusanbieter Alsa nimmt die nächtlichen Verbindungen zwischen Madrid und dem Nordwesten wieder auf, die während der Pandemie eingestellt wurden. Für Geschäftsreisende bedeutet die gestiegene Nachfrage im Freizeitverkehr eine eingeschränkte Sitzplatzverfügbarkeit auf wichtigen Hauptstrecken wie Madrid-Barcelona und Madrid-Sevilla von Donnerstagabend bis Montagmorgen. Reisebüros empfehlen, mindestens drei Wochen im Voraus flexible Tarife zu buchen und, wenn möglich, Meetings auf die Mitte der Woche zu verlegen. Der Flughafenbetreiber Aena warnt Passagiere, die am 5. bis 7. Juli – traditionell das verkehrsreichste Wochenende – abreisen, drei Stunden früher anzureisen, da die biometrische Erfassung im Rahmen des neuen EU-Einreise-/Ausreisesystems (EES) pro Nicht-EU-Passagier fünf bis zehn Minuten zusätzlich in Anspruch nimmt. Das Verkehrsministerium rechnet allein im Juli mit 49 Millionen Inlandsreisen, was die anhaltende Erholung Spaniens auf das Mobilitätsniveau vor der Pandemie unterstreicht.
Quelle: Agencia EFE – Economía
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