
Austrian Airlines (OS) hat die Stadt Ohrid am Seeufer in ihr Sommerflugprogramm aufgenommen und fliegt dort bis Anfang Oktober zweimal wöchentlich mit einem Airbus A320, jeweils donnerstags und sonntags. Der Erstflug startete am 2. Juli in Wien und wurde von nordmazedonischen Tourismusvertretern sowie Mitarbeitern der österreichischen Botschaft begrüßt. Die saisonale Verbindung ergänzt die doppelt tägliche Strecke Wien–Skopje und bietet Geschäftsreisenden sowie der Diaspora eine bequeme Direktverbindung, um die Hauptstadt mit der UNESCO-geschützten Seenregion zu kombinieren. Ohrid verzeichnet ein starkes Wachstum als Tagungs- und Abenteuersport-Destination, was die Nachfrage nach Direktflügen erhöht hat. Laut der österreichischen Wirtschaftskammer (WKÖ) stieg der bilaterale Handel mit Nordmazedonien im Jahr 2025 um 11 %, vor allem durch Automobilkomponenten und IT-Dienstleistungen. Der neue Flug verkürzt die Reisezeit von Tür zu Tür um bis zu vier Stunden im Vergleich zu Verbindungen über Zagreb oder Belgrad und ermöglicht so Tagesbesuche bei Kunden. Zudem stärkt die Verbindung Wiens Rolle als Star Alliance-Drehkreuz: Anschlussflüge mit OS nach Nordamerika und Westeuropa sind innerhalb eines Zeitfensters von zwei Stunden abgestimmt. Unternehmen, die Mitarbeiter in Skopjes Technologieparks entsenden, können nun Wochenendausflüge zum See ohne Übernachtung anbieten, was die Attraktivität der Einsätze erhöht. Die Preise beginnen bei 189 € für Hin- und Rückflug, inklusive eines Basisgepäckstücks, das Austrian dieses Jahr für alle Business-Tarife auf Kurzstrecken in Europa wieder eingeführt hat. Mobilitätsmanager sollten beachten, dass Nordmazedonien weder zur EU noch zum Schengen-Raum gehört; Reisende bestimmter Nationalitäten benötigen trotz österreichischer Aufenthaltstitel weiterhin ein separates Kurzzeitvisum. Sollte die Auslastung 75 % übersteigen – Austrians übliche Schwelle für eine dauerhafte Streckenaufnahme – könnte die Airline die Verbindung auch im Winterflugplan fortsetzen, ähnlich wie bei anderen Nischenmärkten auf dem Balkan wie Tivat und Sarajevo.