
Geschäftsreisende, die den Flughafen Wien (VIE) passieren, werden ab dem 3. Juli eine deutlich schnellere Sicherheitskontrolle erleben. Der Flughafen hat 35 Computertomographie-Scanner im Wert von 25 Millionen Euro an allen zentralen Kontrollstellen installiert. Dadurch können Passagiere ihre Elektronikgeräte und Flüssigkeiten – nun bis zu insgesamt zwei Litern – im Handgepäck behalten. Ähnlich wie Krankenhaus-CT-Geräte erzeugen die Scanner hochauflösende 3D-Bilder, während KI-basierte Algorithmen potenzielle Gefahren für das Sicherheitspersonal hervorheben. Die Technologie reduziert Engpässe gerade rechtzeitig zum Sommerreiseverkehr. Julian Jäger, Vorstandsmitglied des Flughafens Wien, berichtet, dass die durchschnittlichen Wartezeiten bereits bei etwa fünf Minuten liegen; die neue Ausstattung soll VIE zu einem der ersten großen europäischen Drehkreuze machen, die die künftigen EU-Standards erfüllen, welche die 100-ml-Flüssigkeitsregel schrittweise abschaffen werden. Für Firmenmobilitätsprogramme bedeutet das einfachere Packregeln und weniger verpasste Anschlussflüge. Reisende zu Zielen außerhalb der EU müssen jedoch beachten, dass die gelockerte Flüssigkeitsgrenze nur für Abflüge ab Wien gilt; Anschlussflughäfen können weiterhin die alten Vorschriften anwenden. Reiseleiter sollten ihre Vorabinformationen aktualisieren und sicherstellen, dass Reisende Quittungen für im Sicherheitsbereich gekaufte Flüssigkeiten aufbewahren, falls sie innerhalb des Schengen-Raums weiterreisen. Die Maßnahme macht Wien zudem fit für das EU-Einreise-/Ausreisesystem, das seit April den Druck an den Grenzkontrollen erhöht hat. Indem die Kontrolle von Passagieren auf Maschinen verlagert wird, kann das Personal sich verstärkt auf Nachkontrollen und biometrische Erfassung konzentrieren, was Österreichs Rolle als Geschäftsdrehkreuz für Mittel- und Osteuropa stärkt. Auch die Fluggesellschaften begrüßen das Upgrade: Schnellere Kontrollen ermöglichen engere Blockzeiten und eine bessere Pünktlichkeit, was die Personalkosten senkt. Multinationale Unternehmen mit österreichischem Hauptsitz dürften von höheren Zufriedenheitswerten bei Reisenden und möglicherweise niedrigeren Versicherungsprämien profitieren, die an Kennzahlen zu Reiseunterbrechungen gekoppelt sind.
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