
Der stetige Zustrom europäischer Fluggesellschaften nach Tel Aviv wird immer stärker. Am 2. Juli kündigte die deutsche Freizeitfluggesellschaft Condor tägliche Flüge von Frankfurt nach Tel Aviv ab dem 2. August an und reiht sich damit neben Austrian Airlines, Lufthansa, Eurowings und SWISS ein, die in den letzten Wochen nach Lockerung der Sicherheitsbeschränkungen ihre Verbindungen wieder aufgenommen oder ausgeweitet haben. Für österreichische Geschäftsreisende ist diese Entwicklung besonders wichtig: Austrian Airlines hat Mitte Juni stillschweigend die Frequenz auf der Strecke Wien–Tel Aviv auf drei tägliche Flüge erhöht, während Condors Einstieg den Wettbewerb bei Preisen und Kapazitäten vor der Herbstkonferenzsaison in Israel weiter anheizt. Lufthansa fliegt bereits zweimal täglich von Frankfurt, und Eurowings wird bis Mitte Juli bis zu drei wöchentliche Verbindungen ab Düsseldorf anbieten. Israel bleibt der drittgrößte Nicht-EU-Exportmarkt Österreichs im Nahen Osten; Delegationen aus den Bereichen IT, Medizintechnik und Agrartechnologie waren seit den Auseinandersetzungen im Oktober letzten Jahres gezwungen, Umsteigeverbindungen über Athen oder Larnaka zu nutzen. Direktflüge verkürzen die Reisezeit um bis zu sechs Stunden und ersparen mehrere Sicherheitskontrollen – ein wichtiger Faktor angesichts der neuen biometrischen Ein- und Ausreisekontrollen der EU. Condor wird Airbus A320 mit Full-Service-Kabinen anbieten und positioniert die Strecke sowohl für Besuche bei Freunden und Familie als auch für Geschäftsreisen. Reiseverantwortliche sollten ihre Risikobewertungen aktualisieren: Obwohl das österreichische Außenministerium weiterhin Teile Israels mit Risikostufe 3 einstuft, behandeln Versicherer den Flughafen Tel Aviv Ben Gurion inzwischen als „bedingtes“ Reiseziel und nicht mehr als „ausgeschlossen“. Passagiere mit österreichischem Aufenthaltstitel sollten einen Nachweis über ihre Weiterbeschäftigung oder ihr Studium bereithalten, da israelische Grenzbeamte im Rahmen des landeseigenen Profilsystems zusätzliche Befragungen durchführen können – insbesondere bei Reisenden, die kürzlich bestimmte Staaten im Nahen Osten besucht haben.
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