
Ab Freitag, den 3. Juli 2026, werden an allen Sicherheitskontrollspuren am Flughafen Wien (VIE) hochmoderne Computertomographie-Scanner eingesetzt. Dreiunddreißig CT-Geräte, eine Investition von 25 Millionen Euro, erzeugen 3D-Bilder, die es ermöglichen, Laptops, Handys und Flüssigkeiten in den Handgepäckstücken zu belassen. Gleichzeitig wird das Flüssigkeitslimit von den EU-Standard-100-ml-Beuteln auf Behälter mit bis zu zwei Litern angehoben – eine Regelung, die bereits 2025 vom Vereinigten Königreich und Irland eingeführt wurde. Das Upgrade ist eine strategische Maßnahme vor der Hauptsaison im Sommer. Der Flughafen Wien verzeichnet bereits durchschnittliche Wartezeiten von fünf Minuten; die Flughafenleitung erwartet, dass die neuen Scanner die Kontrollzeit pro Passagier um weitere 15 bis 20 Sekunden verkürzen. Reisenden wird jedoch empfohlen, am ersten Ferienwochenende frühzeitig anzureisen, da bei Lebensmitteln oder nicht identifizierbaren Substanzen weiterhin manuelle Kontrollen möglich sind. Für Geschäftsreisende hat die Neuerung große Bedeutung: Das Wegfallen des Auspackens von Elektronikgeräten verringert das Risiko von Schäden und beschleunigt den Transit bei knappen Anschlusszeiten, insbesondere im wachsenden Langstreckennetz des Flughafens. Fluggesellschaften mit frühen Flugwellen – darunter Austrian Airlines und Partner der Star Alliance – rechnen mit einer verbesserten Pünktlichkeit dank schnellerer Passagierabfertigung. Geschäftsreisende sollten ihre Vorabinformationen anpassen: Die 2-Liter-Regel in Wien ist großzügiger als an den meisten europäischen Drehkreuzen, Anschlussreisende könnten jedoch an ihrem Weiterflughafen weiterhin der 100-ml-Beschränkung unterliegen. Wer Flüssigkeiten für Kundendemonstrationen oder Messeproben mitführt, sollte die Bestimmungen am Zielort genau prüfen, um eine Beschlagnahme auf dem Rückflug zu vermeiden. Die Scanner werden zudem in der südlichen Erweiterung des Terminals 3 installiert, die im zweiten Quartal 2027 eröffnet wird, und stärken damit die Position des Flughafens Wien als geschäftsfreundliches Drehkreuz zwischen Westeuropa und Mittelosteuropa.
Quelle: Flughafen Wien AG press release
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