
Die Vienna Airport Group nutzte die Höhepunkt der Krise, um ihre finanzielle Widerstandsfähigkeit zu unterstreichen, und veröffentlichte am 2. März die Ergebnisse für das Gesamtjahr 2025 sowie eine optimistische Prognose für 2026. Trotz einer Abschreibung von 55 Millionen Euro im Zusammenhang mit der lang verzögerten dritten Startbahn erzielte der Betreiber einen Nettogewinn von 210,1 Millionen Euro bei einem Umsatz von 1,13 Milliarden Euro – ein Plus von 7,2 Prozent im Jahresvergleich. Die Passagierzahlen erreichten mit 32,6 Millionen einen Rekordwert. Für 2026 plant der Flughafen Investitionen in Rekordhöhe von 330 Millionen Euro, wobei der Großteil in mobilitätskritische Projekte fließt: den Abschluss des Ausbaus von Terminal 3 Süd, die Einführung von CT-Scannern an allen Sicherheitskontrollen sowie die nächste Phase der biometrischen Ein- und Ausreisekontrollen (EES) vor der EU-weiten Frist im April. Das Management prognostiziert für dieses Jahr 30 Millionen Passagiere und peilt bis 2035 eine Rückkehr zu 40 Millionen an. Das neue Investitionspaket umfasst zudem den Office Park 4 NEXT-Komplex, der auf Start-ups aus den Bereichen Luft- und Raumfahrt sowie Mobilität ausgerichtet ist, sowie weitere Arbeiten an einem „Space Hub“-Cluster, nachdem fünf Unternehmen aus der Satellitentechnologie Vorverträge unterzeichnet haben. Die Finanzierung erfolgt vollständig aus dem Cashflow – eine gute Nachricht für Anleiheinvestoren, die angesichts steigender Flughafenschulden in Europa besorgt sind. Für globale Mobilitätsteams ist die Botschaft klar: Wien will seine Position als bevorzugtes Drehkreuz Mitteleuropas festigen, mit schnelleren Sicherheitskontrollen, mehr Gates für Großraumflugzeuge und erweiterter Lounge-Kapazität. Gleichzeitig kritisierte der Betreiber erneut die sogenannte „Flugsteuer-Bremse“ der EU und warnte, dass zusätzliche Regulierungen das Wachstum noch bremsen könnten.
Quelle: Austrian Wings
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