
Das polnische Nachrichtenportal naTemat.pl berichtet, dass Ryanair Innenminister Marcin Kierwiński gebeten hat, die Schutzklausel im Schengener Grenzkodex anzuwenden und die EES-Kontrollen an polnischen Flughäfen für den Rest des Sommers auszusetzen. Die Mitteilung, veröffentlicht am 2. Juli, folgt auf zahlreiche Social-Media-Videos, die Passagiere zeigen, die vor den Terminals in Krakau-Balice und Warschau-Chopin Schlange stehen. Die Fluggesellschaft argumentiert, dass Polen als eines der Schengen-Länder mit dem höchsten Anteil an preisgünstigem Freizeitverkehr unverhältnismäßig stark von den erstmaligen biometrischen Erfassungen betroffen sei. Laut Ryanair-Daten benötigten in der ersten Juliwoche über 40 % der Passagiere am Flughafen Krakau eine vollständige Erfassung aller zehn Finger, was die acht besetzten Grenzkontrollstellen an ihre Belastungsgrenze brachte. Ministeriumsvertreter teilten naTemat mit, dass sie die operativen Daten prüfen, betonten jedoch, dass eine Ausnahmeregelung mit den Nachbarstaaten abgestimmt werden müsse, um Engpässe nicht zu verlagern. Die Grenzpolizei bestätigte, dass mobile Erfassungskits getestet werden, die zu Spitzenzeiten in die Ankunftshalle gebracht werden könnten. Für Arbeitgeber, die Projektteams nach Südpolen entsenden, unterstreicht dieser Vorfall die Bedeutung aktueller Informationen vor Ort. Reiseleiter sollten sich mit Umzugsdienstleistern abstimmen, um zu klären, ob „Fast-Track“-Business-Lanes weiterhin verfügbar sind und ob Daueraufenthaltsberechtigte mit polnischen Aufenthaltstiteln noch automatisierte E-Gates nutzen können, die bislang noch nicht EES-fähig sind.
Quelle: naTemat
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