
Ein Großbrand in einem Abfallrecycling-Lager führte am frühen Samstag, den 4. Juli 2026, zur Sperrung der A23 Südosttangente in Wien in beiden Fahrtrichtungen zwischen Kaisermühlen und dem Stadlauer Tunnel. Statistiker des Straßenbetreibers ASFINAG warnten, dass die Sperrung eine der meistbefahrenen Güter- und Flughafenanbindungen Österreichs betrifft; täglich nutzen rund 180.000 Fahrzeuge diesen Abschnitt. Verletzte gab es keine, doch Statiker erklärten das Gebäude einsturzgefährdet, weshalb eine Wiedereröffnung frühestens am Sonntagabend erwartet wird. Der Vorfall fiel mit dem ersten Ferienwochenende zusammen, was für Autofahrer, die über die B3 und A4 zum Flughafen Wien umgeleitet wurden, Verzögerungen von 15 bis 20 Minuten bedeutete. Die ÖBB leiteten über Nacht Fernzüge zwischen Wien Hauptbahnhof und Aspern Nord um, während die Feuerwehr mit 32 Einsatzkräften und acht Fahrzeugen vor Ort die Glutnester löschte. Internationale Reisende nach Bratislava, Prag und Budapest mussten mit verpassten Anschlusszügen rechnen; ÖBB-Ticketinhaber können bei Verspätungen von über 60 Minuten gemäß EU-Verordnung 2021/782 eine Entschädigung beantragen. Geschäftsreisende mit Abflug am Montagmorgen sollten ihre Mitarbeiter darauf hinweisen, die Hotels in der Innenstadt 30 Minuten früher zu verlassen und die City Airport Train-Verbindung ab Landstraße zu nutzen, die nicht betroffen ist. Der Vorfall verdeutlicht die Bedeutung multimodaler Notfallpläne, selbst in etablierten europäischen Hauptstädten.
Quelle: ORF (Wien)
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