
Bei Temperaturen von bis zu 40 °C hat die Österreichische Bundesbahn (ÖBB) am 26. Juni das „Hitzestufe 2“-Protokoll aktiviert und auf Streckenabschnitten in Vorarlberg und Tirol Geschwindigkeitsbeschränkungen eingeführt, um Gleisverformungen zu verhindern. Die Nachmittagsverbindungen zwischen Götzis, Hohenems und St. Margrethen waren verspätet, und der Betreiber warnte, dass bei weiter steigenden Temperaturen am Wochenende weitere Störungen möglich sind. Zu den Maßnahmen gehören verstärkte Gleisinspektionen, reduzierte Geschwindigkeiten in Weichenbereichen sowie Einsatzteams für Notfallreparaturen. Reisende werden gebeten, nur bei dringendem Bedarf zu fahren, ausreichend Wasser mitzunehmen und die ÖBB-App für aktuelle Informationen zu nutzen. Auch der Güterverkehr könnte umorganisiert werden, um Fernverkehrszüge zu priorisieren, was Just-in-Time-Lieferketten beeinträchtigen könnte. Das österreichische Schienennetz hat stark in hitzeresistente Infrastruktur wie Betonschwellen und durchgehende Schienenstöße investiert, doch anhaltende Extremtemperaturen lösen weiterhin Sicherheitsgrenzen aus. Klimaforscher warnen, dass die Alpen schneller als der globale Durchschnitt erwärmen, was solche Hitzewellen-Protokolle künftig häufiger macht. Mobilitätsmanager sollten Pufferzeiten einplanen und Kurzstreckenmeetings bei zunehmenden Verzögerungen auf Videokonferenzen umstellen. Arbeitgeber mit Außendienstpersonal sollten an Hitzeschutzmaßnahmen erinnern, während Logistikteams im Schienengüterverkehr ihre Lieferpläne anpassen müssen.
Quelle: ORF Vorarlberg