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Tirol führt Fahrverbote für Durchgangsverkehr an Wochenenden wieder ein, um Alpenorte zu schützen

Juli 5, 2026
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Tirol führt Fahrverbote für Durchgangsverkehr an Wochenenden wieder ein, um Alpenorte zu schützen
Die Tiroler Landesregierung hat ihr Sommernetz an „Ausweichverkehr“-Sperren auf Nebenstraßen rund um Innsbruck, Kufstein, Imst und Reutte wieder eingeführt. Laut einer Veröffentlichung des österreichischen Automobilclubs ÖAMTC vom 4. Juli gilt die Regelung bis zum 1. November an jedem Samstag, Sonntag und Feiertag zwischen 7:00 und 19:00 Uhr. Sie untersagt Transitfahrzeugen – darunter auch Motorrädern – das Verlassen der Autobahnen A12 Inntal und A13 Brenner. Ziel ist es, Urlauber zu stoppen, die die überfüllte Autobahn verlassen, um durch Dörfer zu schlängeln und weiter südlich wieder auf die Autobahn aufzufahren – ein Verhalten, das das lokale Leben und die Notfalldienste lähmt. Ausnahmen gelten nur für Anwohner, Zielverkehr und Logistiklieferungen. Für Mobilitätsmanager ist die Regelung besonders relevant, da Bußgelder in Höhe von 300 Euro nicht nur gegen Fahrer, sondern auch gegen Fahrzeughalter verhängt werden. Mietwagenanbieter haben bereits bestätigt, dass sie Strafen und Verwaltungsgebühren an ihre Kunden weitergeben. GPS-Anbieter wurden angewiesen, die Sperren in ihre Live-Navigationsdaten zu integrieren – ein Versäumnis in der letzten Saison führte zu über 20.000 Verstößen. Firmen-Shuttlebetreiber im Brennerkorridor müssen zusätzliche Pufferzeiten einplanen oder Umleitungen über den Fernpass (B179) oder den Salzburg/Tauerntunnel (A10) fahren, was in Spitzenzeiten mindestens eine Stunde mehr Fahrzeit bedeutet. Lokale Hoteliers begrüßen die Maßnahme, da die Auslastung im vergangenen Sommer um 5 % stieg, nachdem der Durchgangsverkehr eingeschränkt wurde – viele Touristen entschieden sich, über Nacht zu bleiben, statt im Stop-and-go-Verkehr zu verharren. Die Regelung zeigt, wie Österreich mit Verkehrsmanagement – und nicht nur mit Mautgebühren – versucht, den Tourismus mit der Lebensqualität in sensiblen Alpenregionen in Einklang zu bringen.
Quelle: ÖAMTC

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