
Der Karawankentunnel auf der österreichischen A11 bestätigt erneut seinen Ruf als schlimmster Engpass in den Alpen. Bereits um 4:00 Uhr am Sonntag, den 5. Juli 2026, erstreckten sich die Staus auf beiden Seiten laut Live-Verkehrsdaten, die vom Reiseportal Reisereporter zitiert wurden, auf drei Kilometer. Der einröhrige, acht Kilometer lange Tunnel verbindet Villach mit der slowenischen Region Gorenjska und bündelt den Ferienverkehr an die Adriaküste Kroatiens. Obwohl noch in diesem Jahr eine zweite Röhre eröffnet werden soll, wird der alte Tunnel weiterhin in beiden Richtungen befahren und bei starkem Verkehrsaufkommen mit Blockabfertigung betrieben. Hinzu kommen temporäre Grenzkontrollen – eine klassische Ursache für lange Rückstaus. Für österreichische Unternehmen ist der Engpass mehr als nur lästig: Spediteure, die Just-in-Time-Bauteile zwischen Graz und Südosteuropa transportieren, berichten von um bis zu zwei Stunden verlängerten Transitzeiten. Busunternehmen haben ihre Fahrpläne angepasst und warnen Passagiere, dass Toilettenpausen im Stau möglicherweise nicht möglich sind. Die ÖBB hat die Sitzplatzkapazität im Railjet auf der Strecke Villach–Ljubljana–Zagreb erhöht, um Reisende vom Auto auf die Schiene zu bringen. Die Behörden empfehlen drei Umfahrungen – Loiblpass, Wurzenpass und die längere Route über Tarvisio und Triest – doch jede Alternative bringt Höhenbeschränkungen, steile Anstiege oder zusätzliche italienische Mautgebühren mit sich. Bis der zweiröhrige Ausbau abgeschlossen und die Schengen-Kontrollen gelockert sind, prognostizieren Mobilitätsexperten wiederkehrende Staus an den sommerlichen Spitzenwochenenden. Unternehmen mit Außendienstmitarbeitern, die den Korridor befahren, wird geraten, Abfahrten vor 5:00 Uhr oder nach 20:00 Uhr zu planen und die Tunnelmaut von 8,80 Euro sowie die verpflichtenden österreichischen und slowenischen Vignetten in die Reisekosten einzukalkulieren.
Quelle: Reisereporter
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