
Météo-France hat am Sonntagnachmittag, dem 5. Juli, die Hitzewarnstufe für 16 Départements auf „Orange“ erhöht, da die Temperaturen in Languedoc-Roussillon und im Südwesten auf bis zu 40 °C anstiegen. Laut Le Parisien haben die regionalen Behörden Notfallprotokolle aktiviert, die es Beschäftigten im öffentlichen Dienst, darunter auch im Transportwesen, erlauben, ihre Außeneinsätze anzupassen oder auszusetzen, wenn der Hitzeindex die Sicherheitsgrenzen überschreitet. Die SNCF und regionale Busunternehmen haben bereits Geschwindigkeitsbegrenzungen auf bestimmten Strecken eingeführt, um Gleise und Oberleitungen vor Hitzeschäden zu schützen, was zu Verzögerungen von 10 bis 15 Minuten auf den TER-Strecken in Okzitanien und Nouvelle-Aquitaine führt. Fluggesellschaften, die von Montpellier und Perpignan aus operieren, planen zusätzliche Tankstopps, um Leistungseinbußen bei stark beladenen Flugzeugen auszugleichen. Die örtlichen Präfekturen fordern Arbeitgeber auf, wo möglich Homeoffice zu ermöglichen. Bauunternehmen in Vaucluse und Gard haben Schichtpläne mit geteilten Arbeitszeiten (6–13 Uhr und 17–21 Uhr) angekündigt, eine Praxis, die auch von Mobilitätsmanagern für Außeneinsätze übernommen werden sollte. Reisende müssen mit temporären Straßensperrungen in der Nähe von Waldbrandgebieten und möglichen Evakuierungen von Campingplätzen rechnen. Hitzewellen sind in Frankreich zu einem wiederkehrenden operativen Risiko geworden: Im Jahr 2025 gab es vier orange oder rote Warnungen, die jeweils zu weitreichenden Verzögerungen im Mobilitätssystem führten. Unternehmen mit Mitarbeitern im Süden Frankreichs sollten ihre Arbeitsschutzvorgaben überprüfen und sicherstellen, dass Kühlmaßnahmen – etwa mobile Klimageräte für temporäre Unterkünfte – bereitstehen.
Quelle: Le Parisien