
Frische Daten, die am 5. Juli vom Statistikamt des Tourismusministeriums veröffentlicht wurden, zeigen, dass Italien im Juni-Juli bei der Zimmerauslastung über Online-Agenturen mit 51,2 % die europäischen Konkurrenten übertrifft – vor Spanien (42,8 %) und Frankreich (32,9 %). Die durchschnittlichen Tagespreise liegen jedoch weiterhin unter denen der spanischen und griechischen Wettbewerber, was auf weiteres Potenzial für Ertragssteigerungen hinweist. Veneto, Emilia-Romagna sowie die Alpenprovinzen Trient und Bozen verzeichnen die höchste Auslastung bei Hotelbuchungen, während auch Sizilien und die Toskana über dem Landesdurchschnitt liegen. Die internationale Nachfrage boomt: Metasuche-Daten des Ministeriums zeigen einen Anstieg der Fluganfragen zu italienischen Flughäfen um 26 % im Jahresvergleich, wobei Polen, Deutschland und Spanien die am schnellsten wachsenden Quellmärkte sind. Luftverkehrsanalysen von OAG bestätigen diesen Trend mit einem 14-prozentigen Anstieg der geplanten Sitzplätze nach Italien in diesem Sommer gegenüber einem 8-prozentigen Plus für Spanien. Dieser zusätzliche Zuwachs dürfte helfen, Risiken durch laufende Streiks im Luftverkehr und die neuen biometrischen EES-Kontrollen abzufedern. Für Manager der Unternehmensmobilität bedeuten die Zahlen eine engere Hotelauslastung und höhere Flugpreise auf wichtigen Strecken nach Mailand, Rom und Venedig bis September. Frühzeitige Buchungen und flexible Firmentarife werden empfohlen. Unternehmen mit Expat-Rotationen in touristischen Hotspots sollten längere Aufenthaltsraten frühzeitig verhandeln oder Personal in sekundäre Städte verlegen. Tourismusminister Gianmarco Mazzi lobte die „gemeinsame Anstrengung des gesamten Ökosystems“ von Regierung und Branche und kündigte an, dass das Ministerium noch in diesem Jahr ein Willkommensportal für digitale Nomaden starten wird, um den Schwung zu nutzen.
Quelle: ANSA