
Indiens Außenministerium (MEA) gab am 6. Juli eine ungewöhnliche öffentliche Warnung heraus, nachdem es Social-Media-Accounts entdeckt hatte, die fälschlicherweise vorgaben, das Ministerium in Handels- und Migrationsfragen zu beraten, während sie kostenpflichtige Beratungssitzungen verkauften. In einem Beitrag auf dem offiziellen @MEAFactCheck-Account betonte das Ministerium, dass die hinter den Accounts stehenden Personen „keinerlei Verbindung“ zur Regierung haben. Obwohl die Warnung keine Plattformen nannte, berichten Beamte, dass die falschen Berater vor allem auf X und LinkedIn aktiv waren und sich an Exporteure sowie Personalverantwortliche richteten, die Klarheit zu Visakontingenten, bilateralen Arbeitsabkommen und Auslandsexpansion suchten. Vom Ministerium geteilte Screenshots zeigen Gebühren von bis zu ₹15.000 (ca. 180 US-Dollar) für einen 30-minütigen „Strategie-Call“. Der Betrug verdeutlicht den wachsenden kommerziellen Markt für grenzüberschreitende Compliance-Beratung und die Schwierigkeiten, legitime Berater von Betrügern zu unterscheiden. Das MEA riet Unternehmen, ausschließlich offizielle E-Mail-Domains (mea.gov.in) und verifizierte Accounts zu nutzen, und erinnerte daran, dass politische Beratungen nicht über private Social-Media-Profile stattfinden. Für Mobility-Manager ist die Warnung eine Mahnung: Die Zusammenarbeit mit unüberprüften „Insidern“ kann Firmen Datenklau oder betrügerische Visaanträge einbringen, die zu behördlichen Sanktionen führen. Unternehmen sollten die MEA-Mitteilung intern verbreiten und sicherstellen, dass externe Berater gültige Verträge, GST-Nummern und Referenzen vorlegen können. Die Warnung ist Teil einer umfassenderen Regierungsinitiative gegen Online-Identitätsdiebstahl; Anfang des Jahres startete das Innenministerium mit der CyberSafe-Initiative eine Zusammenarbeit mit großen Plattformen, um gefälschte Regierungsprofile innerhalb von 24 Stunden nach Meldung schnell zu entfernen.
Quelle: Public TV English
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