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Indischer Pass fällt im Henley-Index auf Platz 80 – Gebühren steigen und Debatte um Staatsbürgerschaft entflammt

Juli 4, 2026
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Indischer Pass fällt im Henley-Index auf Platz 80 – Gebühren steigen und Debatte um Staatsbürgerschaft entflammt
Der indische Reisepass hat im Juli 2026 im Henley Passport Index fünf Plätze verloren und liegt nun auf Rang 80. Dies verdeutlicht die wachsende Mobilitätslücke zu regionalen Konkurrenten wie Singapur und den Vereinigten Arabischen Emiraten. Eine Analyse der Gulf News vom 3. Juli 2026 zeigt, dass Inhaber eines indischen Passes zwar weiterhin visafreien oder Visa-on-Arrival-Zugang zu 56 Ländern genießen, die Wettbewerber ihre Visabefreiungsnetze jedoch schneller ausbauen. Der Rückgang folgt nur wenige Tage nach der ersten Gebührenerhöhung seit 14 Jahren: Ein 36-seitiger Pass kostet in Indien nun 2.500 ₹ (statt 1.500 ₹) und in den VAE 450 AED. Offizielle begründen die Erhöhung mit der Finanzierung von E-Passport-Neuentwicklungen und Sicherheitsverbesserungen im Hintergrund, während Kritiker argumentieren, dass die höheren Kosten die Ungleichheit verstärken, gerade in einer Zeit, in der Auslandsreisen boomen. Die Debatte wurde zusätzlich angeheizt, als das Außenministerium am 24. Juni betonte, dass ein Pass „in erster Linie ein Reisedokument und kein abschließender Nachweis der Staatsbürgerschaft“ sei. Dies löste Proteste der Oppositionsparteien aus, die der Regierung vorwerfen, die Bürgerrechte zu verwässern. Juristen entgegnen, dass die Staatsbürgerschaft durch die Verfassung und das Staatsbürgerschaftsgesetz bestimmt werde, nicht durch das Passgesetz. Dennoch hat die Klarstellung die Diskussionen in sozialen Medien über Identifikationsstandards neu entfacht. Aus Sicht des Mobilitätsmanagements könnte das schlechtere Ranking die Verhandlungen über gegenseitige Visabefreiungen erschweren. Mehrere ASEAN- und lateinamerikanische Staaten prüfen Berichten zufolge das Risikoprofil indischer Reisender neu, nachdem die Asylanträge 2025-26 stark angestiegen sind. Reiseberater erwarten daher kurzfristig keine Entlastung bei Schengen- oder US-Visawartezeiten, die in der Hochsaison weiterhin über 120 Tage liegen. Personalabteilungen sollten höhere Kosten für Passverlängerungen einplanen und reisende Mitarbeiter über die neue Gebührenstruktur im Ausland informieren. Unternehmen, die Mitarbeiter ins Ausland entsenden, könnten zudem Arbeitgeberfinanzierte Pässe (ESP) oder Kostenerstattungsprogramme prüfen, um die zusätzlichen Ausgaben abzufedern.
Quelle: Gulf News

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