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EU gibt grünes Licht für vorübergehende Lockerung der EES-Biometrie bis Ende Sommer

Juli 8, 2026
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EU gibt grünes Licht für vorübergehende Lockerung der EES-Biometrie bis Ende Sommer
Die Europäische Kommission bestätigte am 7. Juli, dass alle Schengen-Staaten – einschließlich Italien – während der verkehrsreichsten Urlaubsmonate weiterhin auf die Erfassung von Fingerabdrücken und Gesichtsbildern im neuen Ein- und Ausreisesystem (EES) verzichten dürfen, sofern die biografischen Daten der Reisenden erfasst werden. Das EES wurde im April 2026 vollständig eingeführt und verlangt, dass jeder Nicht-EU-Reisende bei der ersten Einreise mit vier Fingerabdrücken, einem Live-Gesichtsscan und Passdaten registriert wird. Italienische Grenzpolizeigewerkschaften hatten frühzeitig gewarnt, dass der doppelte Erfassungsprozess pro Passagier 30 bis 60 Sekunden zusätzlich beansprucht und während der Hauptsaison an den Flughäfen Rom-Fiumicino, Mailand-Malpensa und Venedig-Marco Polo zu mehrstündigen Wartezeiten führen könnte. Die Entscheidung der Kommission erlaubt es den Grenzstellen, bei Bedarf auf ein „leichtes“ Verfahren zurückzugreifen, das auf biometrische Daten verzichtet, aber weiterhin Datum, Uhrzeit und Ort der Einreise erfasst – was die Abfertigungszeiten deutlich verkürzt. Für Unternehmen, die Mitarbeiter nach Italien entsenden oder Führungsteams rotieren, bedeutet diese Erleichterung weniger verpasste Anschlussverbindungen und besser planbare Aufenthaltszeiten in den nächsten sechs bis acht Wochen. Dennoch sollten Arbeitgeber weiterhin Pufferzeiten in Reisepläne einbauen: Nach Ablauf der Ausnahmeregelung im September wird die vollständige biometrische Erfassung wieder eingeführt und längere Warteschlangen könnten zurückkehren. Vielflieger, die ihre biometrischen Daten bereits Anfang des Jahres registriert haben, bleiben im System und nutzen wie gewohnt automatisierte Grenzkontrollen. Technikanbieter arbeiten mit Hochdruck daran, dem italienischen Innenministerium vor dem Stichtag im Herbst zusätzliche ABC-Kioske (Automatisierte Grenzkontrolle) und berührungslose Fingerabdruckscanner bereitzustellen. Gleichzeitig bekräftigt die Regierung, dass die teilweise Aussetzung den Start von ETIAS, der ab November 2026 für visumfreie Besucher verpflichtenden Reisegenehmigung zum Preis von 7 Euro, nicht verzögert. Praktischer Tipp: Mobile Mitarbeiter sollten darauf hingewiesen werden, dass bei der Ankunft möglicherweise nur ihr Reisepass gescannt wird, aber dennoch mehr Zeit eingeplant werden sollte, da die Grenzbeamten jederzeit wieder auf die vollständige EES-Erfassung umstellen können, wenn das Passagieraufkommen dies zulässt.
Quelle: ANSA

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