
Details aus einem Bulletin der Agence Europe vom 8. Juli zeigen, dass die Europäische Kommission neue Mittel aus dem Border Management and Visa Instrument (BMVI) bereitstellt, um Flughäfen der Mitgliedstaaten – darunter auch Aéroports de Paris – beim Kauf zusätzlicher elektronischer Gates und der Einführung der neuen EES-Voranmeldungs-App zu unterstützen. Sprecher der Kommission erklärten gegenüber Fluggesellschaften, dass die aktuellen Verzögerungen weniger auf das zentrale System zurückzuführen seien, sondern vielmehr auf lokale Infrastrukturengpässe, wenn „zu viele Flüge gleichzeitig ankommen“. Mit dem Finanzierungsangebot will die Kommission Kritik der Branche vor dem Juli-Reiseansturm abmildern und Forderungen nach einer umfassenderen Aussetzung des EES verhindern. Es besteht bereits die Möglichkeit, die Fingerabdruckerfassung bei übermäßigen Wartezeiten vorübergehend auszusetzen, doch Brüssel lehnt eine Verlängerung dieser Ausnahme über September hinaus ab. Stattdessen rief die Kommission die Betreiber dazu auf, BMVI-Fördermittel zügig für Hardware und Personal einzusetzen. Für die Betreiber des französischen Drehkreuzes bedeutet die Ankündigung eine politische Freigabe – sowie eine teilweise EU-Finanzierung –, um die Einführung der nächsten Generation der PARAFE-Gates zu beschleunigen, die die für das EES erforderliche duale biometrische Erfassung ermöglichen.
Quelle: Agence Europe