
Bei einer regulären Pressekonferenz am 8. Juli begrüßte die Sprecherin des Außenministeriums, Mao Ning, „mehr US-Bürger, die China besuchen“, und verwies auf den raschen Anstieg der US-Ankünfte in der ersten Hälfte des Jahres 2026 sowie den Erfolg jüngster Begegnungen zwischen den Völkern, wie die China-US Jugend-Baseball-Ausstellungsspiele. Die Äußerungen erfolgen sieben Monate, nachdem China die USA in seine einseitige Liste für visafreie Einreisen von 30 Tagen aufgenommen hat, und signalisieren Pekings Absicht, diese Politik in konkrete Besucherzahlen umzusetzen. Branchendaten zeigen, dass die Ankünfte aus den USA in der ersten Jahreshälfte auf etwa 65 Prozent des Niveaus von 2019 zurückgekehrt sind und damit die Erholung vieler europäischer Herkunftsmärkte übertreffen. Fluggesellschaften haben 85 Prozent der Sitzplatzkapazität vor der Pandemie auf transpazifischen Strecken wiederhergestellt, und die AmCham China verzeichnet einen Anstieg der Geschäftsreisen um 22 Prozent im Jahresvergleich. Für amerikanische Unternehmen mit China-Geschäft kann das politische Signal interne Risikoanalysen erleichtern und die Genehmigung von Reiseversicherungen unterstützen. Mobilitätsteams sollten US-Passinhaber daran erinnern, dass die visafreie Einreise auf Geschäftsbesprechungen, Marktforschung und Tourismus beschränkt ist; vor Ort für eine chinesische Organisation zu arbeiten, erfordert weiterhin das entsprechende Z- oder M-Visum. Chinesische Reiseveranstalter nutzen unterdessen die Aussagen der Sprecherin in Werbematerialien, die sich an bilaterale Sport-, Bildungs- und Incentive-Reise-Segmente richten – ein Hinweis darauf, dass öffentliche Diplomatie unmittelbare kommerzielle Effekte haben kann.
Quelle: China Daily Asia