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Peking und Ottawa nehmen hochrangige Gespräche wieder auf – Wirtschaft erwartet erleichterte Visa und mehr Flüge

Mai 31, 2026
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Peking und Ottawa nehmen hochrangige Gespräche wieder auf – Wirtschaft erwartet erleichterte Visa und mehr Flüge
Nach einem zehnjährigen diplomatischen Eiszeit beendete der chinesische Außenminister Wang Yi am 30. Mai seinen dreitägigen Besuch in Ottawa und erklärte, die Beziehungen zwischen China und Kanada seien „vollständig wiederhergestellt“. Ausgesetzte politische, sicherheits- und wirtschaftliche Dialoge sollen umgehend wieder aufgenommen werden. Während die gemeinsamen Erklärungen vor allem geopolitische Themen betonten, sehen Experten für globale Mobilität in dem Durchbruch die Chance auf schnellere Visaverfahren, erweiterte Luftverkehrsabkommen und eine Wiederbelebung des bilateralen Personalaustauschs, der in den Jahren der Spannungen zum Erliegen gekommen war.

Hintergrund: Die Festnahme der Huawei-Managerin Meng Wanzhou in Kanada 2018 und die anschließende Inhaftierung zweier Kanadier in China hatten den zwischenmenschlichen Austausch stark beeinträchtigt. Von 2019 bis 2023 sank die Zahl der Studierenden aus dem chinesischen Festland an kanadischen Universitäten um 42 %, und die Zahl der Direktflüge ging von 104 auf 34 pro Woche zurück. Unternehmensmobilitätsmanager sahen sich mit unvorhersehbaren Arbeitserlaubnisverfahren und zusätzlichen Sicherheitskontrollen für chinesische Reisende konfrontiert.

Was sich geändert hat:
• Beide Außenminister einigten sich darauf, die Gespräche über die Aufnahme von Toronto und Guangzhou als zusätzliche Flughäfen im bestehenden bilateralen Luftverkehrsabkommen zu „beschleunigen“ – ein entscheidender Schritt für die Flugplanung in der kommenden Wintersaison.
• Immigration, Refugees and Citizenship Canada (IRCC) bestätigte gegenüber Fachmedien, dass die vierteljährlichen Treffen mit der chinesischen Nationalen Einwanderungsbehörde zur Koordination von Biometrie, Trusted Employer-Pilotprogrammen und einem gegenseitigen Anerkennungssystem für Post-Study-Arbeitserlaubnisse wieder aufgenommen werden.
• Ottawa wird voraussichtlich die 2020 eingeführte „verstärkte Überprüfung“ aufheben, die die meisten chinesischen Arbeitserlaubnisanträge in langwierige Sicherheitsprüfungen leitete. Dies könnte die Bearbeitungszeit für innerbetriebliche Versetzungen um 4–6 Wochen verkürzen.

Peking und Ottawa nehmen hochrangige Gespräche wieder auf – Wirtschaft erwartet erleichterte Visa und mehr Flüge


Auswirkungen für Geschäftsreisende: Technologieunternehmen mit F&E-Zentren in Vancouver und Shenzhen erwarten sofortige Vorteile, da aktuelle Personalversetzungen oft in administrativen Verzögerungen stecken bleiben. Kanadische Agrar- und Lebensmittel-Exporteure hoffen, dass die seit 2020 virtuell durchgeführten Qualitätskontrollen durch chinesische Inspektoren wieder vor Ort stattfinden, um einen Rückstau von Produktzulassungen im Wert von geschätzten 500 Millionen kanadischen Dollar abzubauen. Universitäten rechnen mit einem Anstieg der chinesischen Studierendenzahlen um bis zu 20 % für das Jahr 2027, was die regionalen Wirtschaften von Nova Scotia bis British Columbia beleben dürfte.

Einschränkungen: Konkrete Änderungen der Visapolitik wurden von keiner Seite verkündet, und das heikle Thema des von Kanada vorgeschlagenen Registers für ausländische Einmischung bleibt ungelöst. Mobilitätsberater warnen, dass die Wiederaufnahme zusätzlicher Flugfrequenzen von Sicherheitsprüfungen durch Transport Canada bei chinesischen Fluggesellschaften abhängt, was eine tatsächliche Kapazitätserweiterung erst Anfang 2027 möglich machen könnte. Dennoch wird die diplomatische Entspannung allgemein als Voraussetzung für technische Verhandlungen über Visafazilitäten und Fluggesellschaftenzulassungen gesehen.

Nächste Schritte: Die erste wiederbelebte politische Sicherheitskonsultation ist für September 2026 in Peking geplant, mit einer Arbeitsgruppe zu „Mobilität und zwischenmenschlichen Beziehungen“. Beobachter erwarten Ankündigungen zu E-Visum-Pilotprojekten, Jugendmobilitätskontingenten und der möglichen Aufnahme Kanadas in das automatisierte Einwanderungssystem e-Gate Chinas für Inhaber der APEC Business Travel Card.
Quelle: The Straits Times / Xinhua

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