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Regierung hält Einreiseverbot für Inhaber von iranischen Besuchervisa aufrecht, während Smartraveller neue Warnung herausgibt

Juli 11, 2026
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Regierung hält Einreiseverbot für Inhaber von iranischen Besuchervisa aufrecht, während Smartraveller neue Warnung herausgibt
Das australische Außenministerium (Department of Foreign Affairs and Trade, DFAT) hat am 10. Juli seine Smartraveller-Reisewarnung für den Iran aktualisiert und erneut eine „Reise nicht empfohlen“-Warnung ausgesprochen. Dabei weist es auf die sogenannte Arrival Control Determination hin, die den meisten iranischen Passinhabern mit gültigen Besuchervisa (Subclass 600) bis mindestens Ende September die Einreise nach Australien untersagt.

Dieser Kontrollmechanismus wurde im März im Rahmen neuer Befugnisse des Migrationsgesetzes eingeführt, um angesichts der angespannten regionalen Lage die Gültigkeit von Visa für sechs Monate auszusetzen, wenn der Minister davon ausgeht, dass Nicht-Staatsbürger bei veränderten Bedingungen in ihrem Heimatland wahrscheinlich in Australien bleiben wollen. Menschenrechtsorganisationen kritisieren diese Maßnahme als pauschales Einreiseverbot, das legitime Touristen und Familienbesucher bestraft. Das Innenministerium betont hingegen, dass die Regelung „gezielt und vorübergehend“ sei und humanitäre Einreisemöglichkeiten weiterhin bestehen.

Regierung hält Einreiseverbot für Inhaber von iranischen Besuchervisa aufrecht, während Smartraveller neue Warnung herausgibt


Fluggesellschaften auf Nahost-Strecken berichten von Verwirrung an den Check-in-Schaltern: Einige iranische Doppelstaatsbürger reisen mit alternativen Pässen, während Inhaber eines einzigen iranischen Passes die Bordkarte verweigert wird. Reiseveranstalter, die Kunden aus Europa und dem Golfraum nach Australien begleiten, raten betroffenen Passagieren, Zweitstaatsbürgerschaften vorzulegen oder ihre Reisen zu verschieben.

Für australische Unternehmen, die kurzfristig technische Experten aus multinationalen Teams beschäftigen, bedeutet die Warnung, dass iranische Staatsangehörige auf Visa für Geschäftsinnovation, Investitionen oder Ausbildung ausweichen müssen, die von dem Einreiseverbot nicht betroffen sind – allerdings mit längeren Bearbeitungszeiten. Arbeitgeber sollten die Nationalität frühzeitig prüfen und, wenn möglich, auf Homeoffice-Lösungen zurückgreifen.

Das DFAT kündigt an, die Regelung nach dem 26. September 2026 zu überprüfen, behält sich aber eine Verlängerung vor. Verantwortliche für Mobilität sollten weitere Updates verfolgen und vertragliche Höhere-Gewalt-Klauseln im Zusammenhang mit Reiseverboten prüfen.
Quelle: DFAT – Smartraveller

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